____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Wertform
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Wertform ist ein Begriff aus der Kritik der politischen Ăkonomie von Karl Marx (1818â1883), der die Art und Weise thematisiert, wie der Wert einer Ware auf einem Markt ausgedrĂŒckt werden kann. In den ersten Kapiteln von Das Kapital analysiert Marx verschiedene Wertformen, um zu zeigen, dass der Wert als Eigenschaft von Waren eine bestimmte Form erfordert, die seinem gesellschaftlichen Charakter adĂ€quat ist, nĂ€mlich die Geldform. Mit dieser Form geht ein Fetisch einher, der den Warenfetisch fortsetzt.
Bis heute wird besonders darĂŒber gestritten, wie die Wertformanalyse zu deuten ist. Diese Kontroverse berĂŒhrt viele andere Themen, wie etwa das Marx-Engels-VerhĂ€ltnis, den Einfluss Hegels auf Marxâ Werttheorie, die dialektische Darstellung oder die Frage nach der Bedeutung von historischen Aspekten fĂŒr Marxâ Theorie.
Contents
âą Marxâ Anliegen
âą Kernanliegen
âą Streitpunkte
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Marxâ Anliegen
Marx verfasste mehrere Versionen seiner Wertformanalyse. Im Folgenden wird primĂ€r die letzte deutsche Version von Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie zugrunde gelegt, wie sie in der vierten Auflage im 23. Band der Marx-Engels-Werke vorliegt.
Theoretische Vorarbeit
Marx analysiert die Wertform im ersten Hauptabschnitt Ware und Geld. Bevor er explizit die Wertform untersucht, behandelt er die Substanz des Warenwerts und die WertgröĂe.
Im ersten Kapitel Die Ware unterscheidet Marx zwischen Gebrauchswert und Tauschwert. Er fĂŒhrt nach einer kurzen Analyse den in seiner Theorie zentralen Begriff des Werts ein. Der Wert ist eine gesellschaftliche Eigenschaft der Ware, die (a) ein Reflex der ProduktionsverhĂ€ltnisse einer warenproduzierenden Gesellschaft ist und die (b) nur im Tauschwert erscheinen kann. Entsprechend der Unterscheidung von Gebrauchswert und Tauschwert entwickelt Marx im zweiten Unterkapitel den Unterschied von konkreter Arbeit, die Gebrauchswert schafft, und abstrakter Arbeit, welche die gemeinsame Wertsubstanz der Waren bildet. In den ersten beiden Unterkapiteln werden auch wesentliche Faktoren, die die WertgröĂe bestimmen, behandelt. Damit legt Marx einige Fundamente seiner Arbeitswerttheorie. Im dritten Unterkapitel Die Wertform oder der Tauschwert stellt er die Wertformanalyse vor. Das erste Kapitel schlieĂt mit dem vierten Unterkapitel, das den Warenfetischismus behandelt.
Kernanliegen
In Die Wertform oder der Tauschwert greift Marx ein Ergebnis seiner Warenanalyse auf. Eine Ware ist ein Gebrauchsgegenstand. Die stoffliche Gestalt des Warenkörpers ist ihre Naturalform.cite-ref-1[1] Zudem trĂ€gt eine Ware Wert. Im Gegensatz zur physischen GegenstĂ€ndlichkeit kann man die WertgegenstĂ€ndlichkeit nicht erfassen, wenn man eine Ware in Isolation untersucht. Die WertgegenstĂ€ndlichkeit ist nichts Physisches, sondern etwas rein Gesellschaftliches. Nur wenn eine Ware die Wertsubstanz abstrakte Arbeit, die den Waren gemeinsam ist, ausdrĂŒckt, kommt ihr die WertgegenstĂ€ndlichkeit zu; daher kann die WertgegenstĂ€ndlichkeit nur erscheinen, wenn eine Ware auf andere Waren bezogen ist.cite-ref-2[2]
Dass Waren ihren Wert in Geld ausdrĂŒcken, wisse jeder. Jeder kenne diese sonderbare gemeinsame Wert- bzw. Geldform der Waren. Es gelte aber â[âŠ] zu leisten, was von der bĂŒrgerlichen Ăkonomie nicht einmal versucht ward, nĂ€mlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen [âŠ]âcite-ref-3[3]. Marx will eine Entwicklung untersuchen. Diese beginnt bei der einfachsten Form, in der eine Ware ihren Wert in irgendeiner anderen Ware ausdrĂŒckt, wie zum Beispiel im Wertausdruck 20 Ellen Leinwand = 1 Rock. Sie reicht ĂŒber mehrere Mittelglieder bis zur Geldform, in der die Waren preisbestimmt sind, wie etwa in 20 Ellen Leinwand = 2 Pfd. Sterling (siehe Liste von Wertformen).
Marx will mit seiner Formanalyse den Fetischismus kapitalistischer VerhĂ€ltnisse aufzeigen. Er kĂŒndigt an, durch seine Analyse das GeldrĂ€tsel lösen zu können.cite-ref-4[4] Worin es besteht, erlĂ€utert Marx im spĂ€teren Kapitel ĂŒber den Austauschprozess. Dieses Kapitel handelt davon, wie sich die Warenbesitzer entsprechend den Erfordernissen der ökonomischen Formen verhalten und im Austausch Geld hervorbringen mĂŒssen. Dort versucht Marx, den Geldfetisch aufzudecken. Marx beginnt jedoch bereits in der Wertformanalyse darauf hinzuarbeiten: schon in der einfachen Wertform, deckt er auf, was im Falle der Geldform als Geldfetisch deutlicher wird.cite-ref-5[5] Derartige Fetischismen und Mystifikationen kapitalistischer VerhĂ€ltnisse hĂ€ngen miteinander zusammen und kulminieren schlieĂlich im dritten Band von Das Kapital in der trinitarischen Formel.
Weitere kritische Aspekte
Neben dem Kernanliegen, das Marx seiner Formanalyse unmittelbar voranstellt, kritisiert Marx an vielen anderen Stellen mehrere frĂŒhere Theoretiker. Dabei handelt es sich sowohl um antike Philosophen, als auch um Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts.
So behauptet Marx von sich, die Wertform besser analysiert zu haben als Aristoteles (384 v. Chr. â 322 v. Chr.). Dieser habe die Wertform als Erster erforscht. Er sei jedoch an den unentwickelten ökonomischen VerhĂ€ltnissen seiner Zeit gescheitert. Zwar habe Aristoteles erkannt, dass die einfache Art, Wert auszudrĂŒcken, wie in 5 Polster = 1 Haus, nur die unentwickelte Geldform sei, nĂ€mlich 5 Polster = so und so viel Geld, aber Aristoteles habe nicht erkennen können, dass abstrakte Arbeit die gemeinsame Wertsubstanz der Waren sei, welche die Waren ĂŒberhaupt erst vergleichbar mache.cite-ref-6[6] Laut Aristoteles setzten die Menschen aus praktischen GrĂŒnden heraus die wesentlich ungleichen Dinge einander gleich. Laut Marx kann man erst dann einsehen, dass abstrakte Arbeit die Wertsubstanz bildet, wenn alle oder die meisten Arbeitsprodukte Warenform annehmen.cite-ref-7[7] Das ist nur unter kapitalistischen VerhĂ€ltnissen der Fall.cite-ref-8[8] Bewusst zu zeigen, dass die warenproduzierende Arbeit einen Doppelcharakter hat, und im Gegensatz zur konkreten Arbeit die Kategorie der abstrakten Arbeit zu entwickeln, beanspruchte Marx als seine eigene Leistung.cite-ref-9[9] Diese hielt er fĂŒr wesentlich, um die politische Ăkonomie verstehen zu können.
Marx will mit seiner Formanalyse auch beweisen, dass aus dem Warenwert die Wertform entspringt.cite-ref-1-10-0[10] Marx kritisiert moderne bĂŒrgerliche Ăkonomen im Allgemeinen und als deren beste Vertreter Adam Smith (1723â1790) und David Ricardo (1772â1823) im Besonderen fĂŒr einen prinzipiellen Mangel. Sie hĂ€tten es nicht geschafft, den Warenwert zu analysieren und dadurch die Wertform zu entdecken.cite-ref-2-11-0[11] Das habe daran gelegen, dass sie nur auf die WertgröĂe geachtet hĂ€tten. Den tieferen Grund erblickt Marx jedoch darin, dass seine VorgĂ€nger die Form der Ware, des Geldes und des Kapitals als ewig gĂŒltige ökonomische Formen betrachteten. Aus diesem Grund hĂ€tten Ăkonomen, die einen arbeitswerttheoretischen Ansatz vertreten, einander widersprechende Vorstellungen von Geld. So könne man jedoch das Bankwesen nicht verstehen.
Damit wendet sich Marx auch explizit gegen den neumerkantilen Ăkonomen Charles Ganilh (1758â1836). Im Gegensatz zu den Vertretern einer Arbeitswerttheorie, die die Wertform vernachlĂ€ssigt und keine adĂ€quate Gelddefinition hĂ€tten, halte Ganilh, so Marxâ Vorwurf, eine Substanz des Warenwerts nur fĂŒr einen Schein, der von der Wertform herrĂŒhre.cite-ref-2-11-1[11] Ganilh kritisierte Arbeitswerttheorien. Er bestritt die Annahme, es gebe einen intrinsischen Warenwert.cite-ref-12[12] Aus Marxâ Sicht setzt Ganilh nicht den Warenwert als PrimĂ€res, sondern die Wertform.cite-ref-1-10-1[10] Demnach entspringen aus der Wertform der Warenwert und die WertgröĂe. Die Theorien ĂŒber den Mehrwert zeugen von Marxâ genauerer Auseinandersetzung mit Ganilh.cite-ref-13[13] Trotz Kritik gesteht Marx zu, dass Ganilh bei Ricardo wunde Punkte getroffen habe. Ricardo habe eben die von Marx betonten Charakteristika der warenproduzierenden Arbeit vernachlĂ€ssigt und nicht erkannt, dass sich diese Arbeit im Geld darstellen mĂŒsse.cite-ref-14[14]
In seiner Wertformanalyse kommt Marx auf den Ăkonomen Henry Dunning Macleod (1821â1902) zurĂŒck. Laut Marx vertrete Macleod die City of London bzw. die Lombard Street und deren verwirrte Vorstellungen ĂŒber Wert und Wertform.cite-ref-15[15] Bereits in Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft (1859) wollte Marx die Arbeitswerttheorie unter anderem gegen Macleod verteidigen.cite-ref-16[16] Macleod bestritt, dass Arbeit den Wert der Ware bilde und dass Produktionskosten die Wertbewegungen bestimmten.cite-ref-17[17] Stattdessen fĂŒhrte Macleod den Wert primĂ€r auf BedĂŒrfnisse und Nachfrage zurĂŒck. Dabei begrenzte Macleod den Ausdruck Wert auf das quantitative VerhĂ€ltnis, in dem GĂŒter gegeneinander austauschbar sind.cite-ref-18[18] Demnach gilt, wenn jemand ein Gut A besitzt und es gegen eine bestimmte Menge eines Gutes B, das einem anderen gehört, tauschen kann, dann ist letztere der relative Wert von A, und umgekehrt. Macleods werttheoretischen Ansatz, der die Vorstellung eines intrinsischen Wertes bestritt, bemerkte Marx spĂ€ter auch in den Schriften seines Gegners Eugen DĂŒhring (1833â1921).cite-ref-19[19] Zudem hielt Marx die Geldtheorie von Macleod, wonach Geld ursprĂŒnglich aus SchuldverhĂ€ltnissen entstanden sei, fĂŒr falsch. Geld als Zahlungsmittel, mit dem ein KĂ€ufer seine Schuld begleicht, sei hingegen, so Marxâ Einwand, eine weit entwickelte Form von Geld (siehe auch: Marxâ Geldtheorie).cite-ref-20[20]
Des Weiteren reagiert Marx auf eine Kritik des Ăkonomen Samuel Bailey (1791â1870) an Ricardo. Bailey beschuldigte Ricardo, den Wert nicht als etwas Relatives bzw. als VerhĂ€ltnis zwischen Waren betrachtet zu haben, sondern als eine Eigenschaft, die der Ware immanent sei. Da Ricardo den Zusammenhang von Wert und Wertform vernachlĂ€ssigt habe, hĂ€tten die Ricardianer, so Marx, nicht ĂŒberzeugend erwidern können.cite-ref-21[21] Wie sich Marx ausfĂŒhrlich mit Bailey und Ricardo auseinandersetzte, belegen ebenfalls die Theorien ĂŒber den Mehrwert.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]
In Marxâ Untersuchung, wie Warenwert und Geld miteinander zusammenhĂ€ngen, lĂ€sst sich ein praktischer gesellschaftspolitischer Aspekt ausmachen. Marx kritisierte politische Denker, welche die Warenproduktion aufrechterhalten, aber das Geld abschaffen wollten.cite-ref-24[24] John Gray (1799â1883) hatte in den 1830er Jahren vorgeschlagen, dass Privatproduzenten ihre Waren an einer Nationalbank vermittels eines Arbeitsgeldes gegen andere Waren, die gleich viel Arbeit gekostet hĂ€tten, umtauschen könnten.cite-ref-3-25-0[25] Nach Marx ĂŒbersehe Gray den Charakter warenproduzierender Arbeit. Die individuelle Arbeit erweise sich nicht wie in Grays Vorstellung unmittelbar, sondern erst im Tausch als gesellschaftliche Arbeit.cite-ref-26[26] Pierre-Joseph Proudhon (1809â1865) entwickelte Ă€hnliche Vorstellungen wie Gray, um eine sozialistische Gesellschaft zu begrĂŒnden. Marx lehnte diese entschieden ab.cite-ref-27[27] Im Rahmen seiner Wertformanalyse wendet Marx gegen Proudhon ein, es sei unmöglich, dass alle Waren zugleich den Status des allgemeinen Ăquivalents erhalten könnten und somit jede Ware unmittelbar gegen jede andere ausgetauscht werden könne.cite-ref-28[28] Ferner setzt Marx auf der Grundlage der Wertformanalyse im spĂ€teren Kapitel Der Austauschprozess etwas nach, indem er darauf verweist, dass der historische Prozess, in dem sich der Austausch ausdehne, notwendig Geld hervorbringe.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]
Die Analyse der Wertformen
In seiner Wertformanalyse stöĂt Marx zuerst auf die âeinzelne und zufĂ€llige Wertformâ, die im TauschverhĂ€ltnis zweier Waren enthalten ist. âDas einfachste WertverhĂ€ltnis ist offenbar das WertverhĂ€ltnis einer Ware zu einer einzigen verschiedenartigen Ware, gleichgĂŒltig welcher. Das WertverhĂ€ltnis zweier Waren liefert daher den einfachsten Wertausdruck fĂŒr eine Ware.âcite-ref-31[31]
Die Analyse der einfachen Wertform ist der umfangreichste und am stÀrksten untergliederte Abschnitt der Wertformanalyse. Marx glaubt das Geheimnis jeglicher Wertform in der einfachen Wertform entdeckt zu haben.cite-ref-32[32] Durch die einfache Wertform erhÀlt man Gleichungen der folgenden Form:
x W a r e A = y W a r e B b z w . x W a r e A i s t y W a r e B w e r t {\displaystyle x\ Ware\ A=y\ Ware\ B\ bzw.\,x\,Ware\,A\,ist\,y\,Ware\,B\,wert}
Ein Beispiel wĂ€re 20 Ellen Leinwand = 1 Rock. Die Leinwand befindet sich in relativer Wertform und drĂŒckt ihren Wert in einer anderen Ware aus, nĂ€mlich im Rock. Dieser befindet sich in Ăquivalentform. Er ist gewissermaĂen passiv und dient als Material, in dem Wert ausgedrĂŒckt wird.cite-ref-33[33] Die Anzahl der Röcke, die fĂŒr die Leinwand auf dem Markt gegeben werden muss, drĂŒckt den Wert der Leinwand aus, wenn ihr Wert dem der Leinwand entspricht.
Relative Wertform und Ăquivalentform bedingen einander und schlieĂen einander aus.cite-ref-34[34] Eine Ware kann ihren Wert nicht an sich selbst ausdrĂŒcken, sondern braucht eine andere Ware. 20 Ellen Leinwand = 20 Ellen Leinwand wĂ€re kein Wertausdruck. Innerhalb desselben Wertausdrucks kann nur eine Ware in relativer Wertform und nur eine Ware in Ăquivalentform sein. In 20 Ellen Leinwand = 1 Rock kann die Leinwand ihren Wert ausdrĂŒcken, aber der Rock nicht. Jedoch umfasst dieser Wertausdruck seine RĂŒckbeziehung, nĂ€mlich 1 Rock = 20 Ellen Leinwand. In diesem anderen Wertausdruck befindet sich der Rock in relativer Wertform und die Leinwand in Ăquivalentform. In einer frĂŒheren Version der Wertformanalyse gab Marx dazu ein Beispiel.cite-ref-35[35] Man könne sich vorstellen, dass der Leinwandhersteller und der Rockproduzent erst miteinander feilschen. Dann einigen sich beide, wobei der Leinwandhersteller sagt, dass 20 Ellen Leinwand einen Rock wert seien, und zugleich der Rockproduzent behauptet, ein Rock sei 20 Ellen Leinwand wert. Es handelt sich dabei um zwei verschiedene WertausdrĂŒcke, in denen die betreffenden Waren unterschiedliche Rollen spielen.
Marx hebt drei EigentĂŒmlichkeiten der Ăquivalentform hervor. (1) Wert erscheint in Gebrauchswert.cite-ref-36[36] So erscheint etwa der Wert der Leinwand in der körperlichen Gestalt des Rockes. (2) Abstrakte Arbeit erscheint in konkreter Arbeit. So erscheint zum Beispiel die abstrakte Arbeit in Form von Schneiderarbeit, die den Rock schuf. Daher (3) erscheint private Arbeit als gesellschaftliche Arbeit.cite-ref-37[37]
Hinsichtlich der ersten EigentĂŒmlichkeit stellt Marx etwas fest, was spĂ€ter in der Geldform deutlicher wird. Die A-Ware, die sich in relativer Wertform befindet, drĂŒckt ihren Wert bezogen auf eine Ware B aus, so dass ein gesellschaftliches VerhĂ€ltnis deutlich wird. Die B-Ware hingegen bleibt passiv und gilt unmittelbar als Verkörperung von Wert. Bereits hier lokalisiert Marx â[âŠ] das RĂ€tselhafte der Ăquivalentform, das den bĂŒrgerlich rohen Blick des politischen Ăkonomen erst schlĂ€gt, sobald diese Form ihm fertig gegenĂŒbertritt im Geld.âcite-ref-38[38] Die B-Ware gilt nur deswegen als etwas, das unmittelbar Wert verkörpert, weil sich die A-Ware auf die B-Ware als eine solche Wertverkörperung bezieht; es scheint jedoch so, als ob die B-Ware auch auĂerhalb der Beziehung und von Natur aus Ăquivalent wĂ€re. Ein Thema, das Marx in seiner Behandlung des Geldfetischs wieder aufgreifen wird.cite-ref-39[39]
Im Abschnitt Das Ganze der einfachen Wertform prĂ€zisiert Marx seine Terminologie.cite-ref-40[40] Zudem beansprucht er gezeigt zu haben, dass aus der Natur des Wertes die Wertform entspringe.cite-ref-18-41-0[41] Ferner sei deutlich geworden, dass der Doppelcharakter von Gebrauchswert und Wert, den eine Ware habe, in der einfachen Wertform auch in seiner einfachsten Gestalt Ă€uĂerlich werde, nĂ€mlich als Ă€uĂerer Gegensatz zwischen Waren, wobei die A-Ware unmittelbar nur als Gebrauchswert und B-Ware unmittelbar nur als Tauschwert gelte.cite-ref-42[42] SchlieĂlich fielen die Entwicklung der einfachen Wertform und der einfachen Form der Ware zusammen.cite-ref-43[43]
Die einfache Wertform kann den gesellschaftlichen Charakter des Wertes nur begrenzt ausdrĂŒcken. In einem bestimmten Wertausdruck dieser Art kann die jeweilige A-Ware auf nur eine andere Warenart bezogen sein.cite-ref-44[44] Diese elementare Form gehe jedoch von selbst in eine vollstĂ€ndigere ĂŒber: Wenn eine Ware zu vielen anderen Waren in ein WertverhĂ€ltnis gesetzt werde, entstehe eine Reihe einfacher WertausdrĂŒcke.cite-ref-45[45] Marx verweist auf Homer.cite-ref-8-46-0[46] Ein Beispiel dafĂŒr wĂ€re die Ilias, in der Homer schildert, wie ein Schiff eine Ladung Wein zu einer Gruppe Achaier bringt, deren Mitglieder ĂŒber verschiedenartige GĂŒter verfĂŒgen, die sie gegen Wein eintauschen.cite-ref-47[47]
Die einfache Wertform geht ĂŒber in die entfaltete oder totale Wertform. Man erhĂ€lt Gleichungen der folgenden Art:
20 E l l e n L e i n w a n d = 1 R o c k o d e r = 10 P f u n d T e e o d e r = 40 P f u n d K a f f e e o d e r = u s w . {\displaystyle 20\ Ellen\ Leinwand=1\ Rock\ oder=10\ Pfund\ Tee\ oder=40\ Pfund\,Kaffee\ oder=usw.}
Eine Ware wie etwa Leinwand drĂŒckt ihren Wert in allen anderen Waren aus.cite-ref-48[48] Die WertgröĂe erscheint dabei nicht mehr so zufĂ€llig bestimmt zu sein wie im Falle der einfachen Wertform, denn die WertgröĂe bleibt gleich groĂ, egal in welcher anderen Warenart sie ausgedrĂŒckt wird.cite-ref-49[49]
Die totale Wertform ist mangelhaft.cite-ref-50[50] Der Wertausdruck fĂŒr eine Ware A kann nicht abgeschlossen werden, da immer neue Waren hinzukommen, in denen sie ihren Wert ausdrĂŒcken mĂŒsste. Ferner, wenn fĂŒr jede Warenart eine entsprechende relative Wertform konstruiert wird, entstehen verschiedene Reihen von WertausdrĂŒcken. Zudem gibt es viele besondere Ăquivalentformen, die einander ausschlieĂen. Die relative Wertform in ihrer entfalteten Gestalt konstituiert sich jedoch durch einfache relative WertausdrĂŒcke wie 20 Ellen Leinwand = 1 Rock, die jeweils umkehrbar sind. Wenn ein Warenbesitzer seine Leinwand mit vielen anderen Warenbesitzern tauscht, so mĂŒssen auch diese ihre Waren gegen Leinwand tauschen und den Wert ihrer jeweiligen Ware in Leinwand ausdrĂŒcken.cite-ref-51[51]
âKehren wir also die Reihe: 20 Ellen Leinwand = 1 Rock oder = 10 Pfd. Tee oder = usw. um, d. h. drĂŒcken wir die der Sache nach schon in der Reihe enthaltene RĂŒckbeziehung aus, so erhalten wir [âŠ]âcite-ref-52[52] die allgemeine Wertform:
[ 1 Rock 10 Pfd. Tee 40 Pfd. Kaffee 1 Qrtr. Weizen 2 Unzen Gold 1 / 2 Tonne Eisen x Ware A u s w . Ware ] = 20 Ellen Leinwand {\displaystyle {\begin{bmatrix}1&{\mbox{Rock}}\\10&{\mbox{Pfd. Tee}}\\40&{\mbox{Pfd. Kaffee}}\\1&{\mbox{Qrtr. Weizen}}\\2&{\mbox{Unzen Gold}}\\1/2&{\mbox{Tonne Eisen}}\\x&{\mbox{Ware A}}\\usw.&{\mbox{Ware}}\\\end{bmatrix}}=20{\mbox{ Ellen Leinwand}}}
Es gibt nun genau eine besondere Ware, die als allgemeines Ăquivalent dient, in dem jede andere Ware ihren Wert ausdrĂŒckt, wie in diesem Beispiel die Leinwand.cite-ref-53[53]
Der Wert hat nun eine angemessenere Form.cite-ref-54[54] Sie zeigt, dass der Wert jeder ĂŒblichen Ware der Leinwand gleicht. Es wird fĂŒr jede Ware deutlich, dass ihr Wert von ihrem Gebrauchswert und von jeglichem Gebrauchswert verschieden ist. Somit erscheint der Wert deutlicher als das, was alle Waren gemeinsam haben. In diesem Sinne sind erst in der allgemeinen Wertform alle Waren wirklich als Werte aufeinander bezogen: alle Waren erscheinen fĂŒreinander als Tauschwerte.
Dass der Wert eine angemessenere Form erhĂ€lt, wird noch in einer anderen Hinsicht deutlich. In der einfachen und entfalteten Wertform hing es von der einzelnen Ware ab, sich ihre Ăquivalentform zu geben; in der allgemeinen Wertform entsteht das allgemeine Ăquivalent dadurch, dass alle Waren sich auf dieses beziehen.cite-ref-55[55] Das zeige, dass die WertgegenstĂ€ndlichkeit der Waren nur dadurch ausgedrĂŒckt werden kann, dass die Waren allseitig aufeinander bezogen sind; ihre Wertform muss also gesellschaftlich gĂŒltig sein.cite-ref-56[56] In dieser Form erscheint, dass alle Waren einander als Werte gleichen und miteinander vergleichbare WertgröĂen sind.cite-ref-57[57] Die physische Gestalt der Leinwand verkörpert Wert ĂŒberhaupt. Sie kann mit jeder Ware direkt ausgetauscht werden. Abstrakte Arbeit erscheint als Weberei.cite-ref-58[58]
Marx Ă€uĂert sich in diesem Zusammenhang auch darĂŒber, unter welchen Bedingungen die Formen auftreten. Nach Marx kommt die einfache Wertform praktisch nur dort vor, wo Produkte zufĂ€llig miteinander getauscht und somit zu Waren werden.cite-ref-10-59-0[59] Die entfaltete Wertform kommt erst vor, sobald ein bestimmtes Produkt gewohnheitsmĂ€Ăig gegen viele andere Waren getauscht wird, wie zum Beispiel Vieh.cite-ref-11-60-0[60]
Darauf analysiert Marx, wie sich die Entwicklung der Wertform auf die PolaritĂ€t von relativer Wertform und Ăquivalentform auswirkt. In der einfachen Wertform können beide Waren ihre Rollen tauschen.cite-ref-0-61-0[61] In der totalen Wertform kann jeweils nur eine Ware ihre Wertform entfalten, wobei der Wertausdruck nicht umkehrbar ist, ohne dass damit die totale Wertform zur allgemeinen Wertform wird.cite-ref-0-61-1[61] In der allgemeinen Wertform befinden sich, mit Ausnahme der Ăquivalentware, alle Waren in allgemeiner relativer Wertform, weil sie von der Funktion, allgemeines Ăquivalent zu sein, ausgeschlossen sind.cite-ref-0-61-2[61] Das allgemeine Ăquivalent bleibt seinerseits von der allgemeinen relativen Wertform ausgeschlossen, da es seinen Wert nicht durch sich selbst darstellen kann; diese Ware kann jedoch ihren Wert in der entfalteten relativen Wertform ausdrĂŒcken.cite-ref-62[62]
Zwar kann die allgemeine Ăquivalentform prinzipiell jeder Warenart zukommen, aber eine Ware kann nur dann allgemeines Ăquivalent sein, wenn alle anderen Waren es nicht sind und ihren jeweiligen Wert in genau einem allgemeinen Ăquivalent ausdrĂŒcken.cite-ref-63[63] Erst wenn es ein festes Ăquivalent gibt, gilt die Wertform gesellschaftlich allgemein. Wenn eine besondere Ware durch Gewohnheit fest mit der Funktion des allgemeinen Ăquivalents verbunden ist, so spricht Marx von der Geldform:
[ 20 Ellen Leinwand 1 Rock 10 Pfd. Tee 40 Pfd. Kaffee 1 Qrtr. Weizen 2 Unzen Gold 1 / 2 Tonne Eisen x Ware A ] = 2 Unzen Gold {\displaystyle {\begin{bmatrix}20&{\mbox{Ellen Leinwand}}\\1&{\mbox{Rock}}\\10&{\mbox{Pfd. Tee}}\\40&{\mbox{Pfd. Kaffee}}\\1&{\mbox{Qrtr. Weizen}}\\2&{\mbox{Unzen Gold}}\\1/2&{\mbox{Tonne Eisen}}\\x&{\mbox{Ware A}}\\\end{bmatrix}}=2{\mbox{ Unzen Gold}}}
Abgesehen von dieser Festlegung unterscheidet sich die Geldform nicht von der allgemeinen Wertform.cite-ref-64[64] Erst diente Gold als einzelnes und besonderes Ăquivalent und spĂ€ter wurde es in immer weiteren Kreisen als allgemeines Ăquivalent benutzt, bis es sich schlieĂlich als Geldware behauptete.cite-ref-65[65] Nun lĂ€sst sich fĂŒr jede Ware ihre Preisform angeben, wie etwa 20 Ellen Leinwand = 2 Unzen Gold oder, wenn man einen bestimmten MĂŒnznamen verwendet, 20 Ellen Leinwand = 2 Pfd.St.cite-ref-66[66]
Verschiedene Darstellungen der Wertformanalyse
AnsÀtze in Grundrisse (1857/58)
AnsĂ€tze einer Wertformanalyse finden sich im Manuskript Grundrisse (1857/58), das zu Marxâ Lebzeiten unveröffentlicht blieb. Marx nĂ€herte sich dem Problem der Wertform an, ohne dass er den Ausdruck Wertform benutzte.cite-ref-32-67-0[67] So unterschied Marx zwischen der Naturalform der Ware und ihrer Wertform und stellte fest, der Wert könne in verschiedenen Formen existieren.cite-ref-68[68]
Marx bemerkte, dass eine Ware die ihr zukommende allgemeine gesellschaftliche Arbeit nicht an sich selbst oder in einer gewissen Stundenanzahl von bestimmter Arbeit ausdrĂŒcken könne, sondern eine Geldware dafĂŒr notwendig sei. Diese sei allgemeines Ăquivalent und verkörpere gesellschaftliche Arbeit als solche.cite-ref-42-69-0[69]
Das Manuskript Grundrisse enthĂ€lt Hinweise auf weniger entwickelte Wertformen.cite-ref-70[70] Die erste Erscheinungsform des Tauschwertes ist das Produkt im unmittelbaren Tauschhandel, der sich zuerst an den Enden von Gemeinwesen ereignet, wobei Menschen zufĂ€lligerweise ĂŒberschĂŒssige Produkte miteinander austauschen. Das Produkt ist dabei Tauschwert an sich und noch nicht als Tauschwert gesetzt.cite-ref-71[71] Je mehr gewohnheitsmĂ€Ăig getauscht und fĂŒr den Tausch produziert wird, desto mehr bestimmen die Produktionskosten bzw. die Arbeitszeit, wie viel von etwas gegen etwas anderes getauscht wird. Der Tauschwert tritt noch nicht in seiner Reinheit und TotalitĂ€t auf. Hingegen ist ein Produkt, das bereits als Tauschwert gesetzt ist, von seiner Naturalform verschieden und auf alle Waren bzw. auf jedes mögliche Produkt bezogen.cite-ref-72[72]
Marxâ AnsĂ€tze sind in Grundrisse noch nicht so weit entwickelt wie in spĂ€teren Werken. In Das Kapital gehen werttheoretische AnsĂ€tze der Wertformanalyse voraus. In Grundrisse sind solche AnsĂ€tze unsicher. So fragt sich Marx etwa an einer Stelle, ob der Wert nicht das Gemeinsame von Gebrauchswert und Tauschwert sei.cite-ref-39-73-0[73] Marx unterscheidet noch nicht streng zwischen konkreter und abstrakter Arbeit und wirft deren Bestimmungen teils durcheinander.cite-ref-39-73-1[73] Ebenfalls fehlt die exakte Unterscheidung von Tauschwert und Wert aus Das Kapital.cite-ref-42-69-1[69] Marx unterschied noch nicht explizit zwischen relativer Wertform und Ăquivalentform und erkannte noch nicht, dass das sogenannte RĂ€tsel der Geldform bereits in der einfachen Wertform enthalten ist.cite-ref-74[74] Das Thema des Fetischismus ist jedoch prĂ€sent.cite-ref-75[75]
Von Zur Kritik (1859) bis Das Kapital (1872/73)
Wenn von den AnsĂ€tzen in Grundrisse abgesehen wird, so lassen sich vier weitere Darstellungen der Wertformanalyse unterscheiden: in Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft (1859)cite-ref-76[76], im Haupttext der Erstauflage von Das Kapital (1867)cite-ref-4-77-0[77], eine vereinfachte Darstellung mit dem Titel Die Werthform im Anhang desselben Buchescite-ref-78[78] und schlieĂlich die Wertformanalyse der zweiten Auflage von Das Kapital (1872/73)cite-ref-79[79], auf der MEW 23 beruht.
In Grundrisse hatte Marx gemeint, er könne unmittelbar von einer einzelnen Ware bzw. deren Wert ausgehen; im Gegensatz dazu wird in Zur Kritik erkennbar, dass man eine Warensammlung annehmen mĂŒsse, um die Wertformen analysieren zu können.cite-ref-32-67-1[67] Daher fasste Marx das Problem der Wertform wie folgt zusammen: âDer Tauschwert dieser einzelnen Ware drĂŒckt sich daher nur erschöpfend aus in den unendlich vielen Gleichungen, worin die Gebrauchswerte aller andern Waren ihr Ăquivalent bilden. Nur in der Summe dieser Gleichungen oder in der Gesamtheit der verschiedenen Proportionen, worin eine Ware mit jeder andern Ware austauschbar ist, ist sie erschöpfend ausgedrĂŒckt als allgemeines Ăquivalent.â [Kursive Hervorhebungen im Original].cite-ref-80[80] Marx analysierte die Wertform in engem Zusammenhang mit dem Austauschprozess, den er spĂ€ter in Das Kapitalcite-ref-81[81] in einem eigenen Kapitel separat behandelte. Zudem untersuchte er den Wertausdruck erst auf der Stufe des Geldes.cite-ref-7-82-0[82]
Zwar popularisierte Marx 1867 die Analyse der Ware, aber er beabsichtigte, die Dialektik der Wertformen schĂ€rfer herauszuarbeiten als 1859.cite-ref-83[83] In der Erstauflage von Das Kapital befindet sich die erste umfassende Wertformanalyse.cite-ref-84[84] Dass Marx eine ausfĂŒhrlichere Formanalyse ausarbeitete, lag vermutlich daran, dass sich Marx mit der bereits erwĂ€hnten Kritik von Samuel Bailey an David Ricardo beschĂ€ftigt hatte.cite-ref-23-85-0[85]
Im Gegensatz zu einigen spĂ€teren Versionen enthĂ€lt die Wertformanalyse der Erstauflage weniger historisches Material.cite-ref-86[86] Das gilt auch fĂŒr die Zusammenfassung der Wertformanalyse in Engels' Kapital-Konspekt.cite-ref-87[87] Direkte BezĂŒge auf Historisches â wie man sie in der Zweitauflage findetcite-ref-8-46-1[46]cite-ref-10-59-1[59]cite-ref-11-60-1[60] â fehlen im Falle der einfachen und der entfalteten Wertform. Auf die allgemeine Wertform folgt etwas, das Marx nicht Geldform nennt, sondern bloĂ Form IV. Nach der Analyse der allgemeinen Wertform, meint Marx, dass an dieser Stelle der theoretischen Entwicklung die allgemeine Ăquivalentform noch nicht fest an eine bestimmte Warenart gebunden sei.cite-ref-88[88] Marx geht noch einmal zurĂŒck zur entfalteten Wertform. Wenn man von der Leinwand und der entfalteten Wertform ausgeht, dann bildet jede andere Warenart ein Ăquivalent der Leinwand; daher kann jede dieser Waren unmittelbar den Platz mit der Leinwand tauschen. Dadurch erhalte man Form IV:
20 E l l e n L e i n w a n d = 1 R o c k o d e r = u K a f f e e o d e r = v T h e e o d e r = u s w . {\displaystyle 20\ Ellen\ Leinwand=1\ Rock\ oder=u\ Kaffee\ oder=v\ Thee\ oder=usw.}
1 R o c k = 20 E l l e n L e i n w a n d o d e r = u K a f f e e o d e r = v T h e e o d e r = u s w . {\displaystyle 1\ Rock=20\ Ellen\ Leinwand\ oder=u\ Kaffee\ oder=v\ Thee\ oder=usw.}
u K a f f e e = 20 E l l e n L e i n w a n d o d e r = 1 R o c k o d e r = v T h e e o d e r = u s w . {\displaystyle u\ Kaffee=20\ Ellen\ Leinwand\ oder=1\ Rock\ oder=v\ Thee\ oder=usw.}
v T h e e = u s w . {\displaystyle v\ Thee=usw.}
Es ergibt sich eine paradoxe Lage: von jeder derartigen Gleichung ausgehend lieĂe sich eine bestimmte Ware als allgemeines Ăquivalent bestimmen, so dass es verschiedene allgemeine Ăquivalente gĂ€be, aber eine Ware kann ĂŒberhaupt nur dann allgemeines Ăquivalent werden, wenn alle anderen Waren es nicht sind. Es kann daher kein allgemeines Ăquivalent und somit keine gesellschaftlich gĂŒltige Wertform geben.cite-ref-89[89] Marx erwĂ€hnt Gold nicht. Es bleibt in der Formanalyse offen, welche Warenart zur Geldware wird.cite-ref-9-90-0[90]
Die Wertformanalyse hielt Marx jedoch fĂŒr schwer verstĂ€ndlich. Sein Freund Louis Kugelmann (1828â1902) riet ihm zu einer ĂŒbersichtlicheren Darstellung.cite-ref-91[91] Friedrich Engels (1820â1895) empfahl eine Popularisierung.cite-ref-5-92-0[92]cite-ref-6-93-0[93] Er schlug vor, die dialektisch gewonnenen Ergebnisse zusĂ€tzlich mittels historischer Passagen zu stĂŒtzen. Er wollte damit dem im dialektischen Denken ungeĂŒbten Gelehrten historisch nachweisen, dass die Geldbildung notwendig sei. Zudem plĂ€dierte Engels fĂŒr eine stĂ€rker strukturierte schulmeisterliche Version, Ă€hnlich der EnzyklopĂ€die von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770â1831). Marx kam dem teilweise nach.cite-ref-7-82-1[82] FĂŒr den Leser, der in dialektischen GedankengĂ€ngen weniger bewandert sei, schrieb Marx eine vereinfachte didaktische Version, die er unter dem Titel Die Werthform in den Anhang platzierte.cite-ref-94[94] Trotz Engels' Vorschlag enthĂ€lt dieser Anhang noch keine Beispiele aus der Geschichte der Warenproduktion oder des Geldes.cite-ref-9-90-1[90] WĂ€hrend sich Marx in der Formanalyse des Haupttextes teils auf Hegel bezog, um seine eigene Darstellung zu kommentieren, tut er das im Anhang weniger.cite-ref-9-90-2[90]
Die Darstellung der Wertformanalyse in der zweiten Auflage von Das Kapital orientierte sich eher an jenem Anhang und ist stĂ€rker didaktisch.cite-ref-33-95-0[95] Im Vorwort fehlt der Hinweis, die dialektische Darstellung sei schĂ€rfer als in frĂŒheren Versionen.cite-ref-9-90-3[90] Einen Einblick in diese Ăberarbeitung gewĂ€hrt das in der MEGA edierte Manuskript ErgĂ€nzungen und VerĂ€nderungen; es lĂ€sst erkennen, dass Marx im Falle der Wertformanalyse und des ersten Hauptabschnittes Ware und Geld mit sich rang, um seine Vorstellungen adĂ€quat zu formulieren.cite-ref-96[96] Indem Marx die Erstauflage ĂŒberarbeitete, popularisierte er nicht nur, sondern prĂ€zisierte auch den Unterschied zwischen Tauschwert und Wert; ebenso erkannte Marx noch einmal klarer, dass die Eigenschaft, Wertgegenstand zu sein, eine gemeinsame Eigenschaft der Waren ist, die der einzelnen Ware nur im VerhĂ€ltnis zu anderen Waren zukommt, so dass die einzelne Ware daher nur im VerhĂ€ltnis als Wertding erscheinen kann.cite-ref-33-95-1[95]
Die verschiedenen Darstellungen sind hinsichtlich der Geldform unterschiedlich konzipiert. In den ersten beiden Darstellungen ist die Geldform nicht in die Wertformanalyse aufgenommen, sondern Geld wird als Ergebnis des Austauschprozesses abgeleitet.cite-ref-14-97-0[97] Im vereinfachten Anhang Die Werthform und der daran orientierten Darstellung in der zweiten Auflage von Das Kapital wird die Geldform in die Wertformanalyse aufgenommen.cite-ref-14-97-1[97] Erst in der letzten Darstellung wird sie zum Ziel der Analyse erklÀrt.cite-ref-14-97-2[97]
SpÀtere Darstellungen
Nach der Veröffentlichung von Das Kapital erschienen popularisierende Kurzfassungen des Werkes. Marx kritisierte einige der Autoren fĂŒr den Versuch, eine populĂ€re Form mit einer genauen wissenschaftlichen Darstellung zu vereinen.cite-ref-98[98] Wilhelm Liebknecht (1826â1900) bat Marx um die Ăberarbeitung der Schrift Kapital und Arbeit von Johann Most (1846â1906). Zwar sagte Marx zu, aber er verfasste fĂŒr die zweite Auflage von Mosts Werk, die 1876 erschien, keine strenge Formanalyse mittels der Termini aus Das Kapital; er beschrieb verschiedenartige TauschverhĂ€ltnisse und skizzierte, wie sich die Wertform historisch entwickelte.cite-ref-99[99]
Der Tauschwert entwickelt sich aus und mit dem Produktentausch.cite-ref-12-100-0[100] Auf der ersten Stufe betreiben Menschen Subsistenzwirtschaft und tauschen nur zufĂ€llig ihre ĂŒberschĂŒssigen Produkte gegen Produkte anderer. Wie viel von etwas gegen etwas anderes getauscht wird, ist noch relativ zufĂ€llig. Dieses VerhĂ€ltnis festigt sich, wenn regelmĂ€Ăig getauscht wird. Jeder Tauschende drĂŒckt den Wert seines eigenen Artikels im Artikel des anderen aus.
Auf der nĂ€chsten Stufe tauscht eine Partei genau eine Artikelart gegen eine Reihe anderer Artikel.cite-ref-12-100-1[100] Als Beispiel wĂ€hlt Marx einen zeitgenössischen JĂ€gerstamm. Dieser bietet nur Tierfelle an und drĂŒckt den Wert der Felle in allen anderen Waren aus, gegen die er seine Felle eintauscht. Die Menschen stellen sich den Wert der Felle getrennt vom Gebrauchswert vor. Die WertgröĂe der Felle wird in einer wachsenden Zahl von Warenarten ausgedrĂŒckt, so dass sie fest bestimmt wird. Auf dieser Stufe nehmen die Produkte stĂ€rker Warencharakter an.cite-ref-13-101-0[101]
Alle Fremden, die mit dem Stamm etwas tauschen, drĂŒcken den Wert ihrer Waren in Tierfell aus. Felle sind so das allgemeine Ăquivalent, das gegen alle anderen Waren unmittelbar austauschbar ist. Auf dem beschrĂ€nkten Gebiet dieses Produktenaustausches wird das Tierfell zu Geld.cite-ref-13-101-1[101] In diesem Sinne kam vielen verschiedenen Warenarten die Rolle des Geldes zu. Wenn sich jedoch der Warentausch verallgemeinert, dann werden Gold und Silber zu Geld.cite-ref-13-101-2[101]
Rezeption: Kontroversen und Kritik
Bereits in den 1920er Jahren diskutierten Forscher in der Sowjetunion Marxâ Werttheorie recht intensiv. Der wichtigste Vertreter Isaak Iljitsch Rubin (1886â1937) betonte, dass abstrakte Arbeit und Geld notwendig miteinander zusammenhĂ€ngen.cite-ref-102[102] Zwar starben einige Werttheoretiker im Zuge der SĂ€uberungen, aber Rubin antizipierte Themenschwerpunkte des internationalen Marx-Diskurses nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Rubins Werke viel beachtet wurden.cite-ref-103[103]
Viele Forscher aus verschiedenen LĂ€ndern widmeten sich in den letzten Jahrzehnten der Interpretation von Marxâ Wertformanalyse.cite-ref-104[104] Jan Hoff hebt in seiner Studie Marx global die japanischen Diskurse hervor: im Gegensatz etwa zur BRD wurde bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die Formanalyse zu einem zentralen Thema und es entwickelten sich in der Folge viele verschiedene Interpretationen und teils auch Modifikationen.cite-ref-105[105] 1984 berichtete Masao Oguro, Professor fĂŒr Wirtschaftswissenschaften an der Asahikawa UniversitĂ€t Hokkaido, dass in Japan allein 200 BĂŒcher oder AufsĂ€tze nur ĂŒber die Wertformanalyse geschrieben worden seien.cite-ref-106[106]
In Westdeutschland nahm die Wertformanalyse erst in den 1970er Jahren einen wichtigeren Platz in Diskursen ĂŒber Marxâ Werttheorie ein, was vor allem auf die Studien von Hans-Georg Backhaus (* 1929) zurĂŒckzufĂŒhren ist.cite-ref-15-107-0[107] Backhaus setzte der subjektiven Werttheorie und der marxistischen Werttheorie die marxsche Werttheorie entgegen, die wesentlich Kritik prĂ€monetĂ€rer Werttheorien sei.cite-ref-15-107-1[107]
Streitpunkte
Ob Marx mit seiner wertformanalytisch fundierten Theorie des Geldes etwas Neues geliefert hat, wird von einigen bestritten. Joseph Alois Schumpeter (1883â1950) urteilte in Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, hinsichtlich des Geldes sei Marx hinter die Standards von Ricardo zurĂŒckgefallen.cite-ref-108[108] Schumpeter gestand jedoch zu, Marx habe vernĂŒnftig ĂŒber Krisen nachgedacht und mögliche Krisenursachen erwogen, wie unter anderem die Existenz des Geldes, um Says Theorem zu entkrĂ€ften.cite-ref-109[109]
Die Wertformanalyse wird in einigen Hinsichten kontrovers gedeutet. Ein Streitpunkt ist die Frage, inwiefern historische Aspekte fĂŒr die Wertformanalyse wichtig sind. Einige Interpreten behaupten eine Einheit von Logischem und Historischem und sehen in Marxâ Wertformanalyse eine abstrakte Skizze davon, wie sich die Wertformen bzw. entsprechende TauschverhĂ€ltnisse reell entwickelten (Klaus Holzkamp,cite-ref-110[110] Wolfgang Fritz Haugcite-ref-16-111-0[111]cite-ref-112[112] Holger Wendt,cite-ref-113[113] Klaus MĂŒllercite-ref-114[114]). Andere deuten die Wertformanalyse als rein begriffliche bzw. dialektische Entwicklung der Wertformen, an die Marx spĂ€ter einige wenige historische Bemerkungen anfĂŒgt, die der Illustration dienen (Michael Heinrich).cite-ref-16-111-1[111]cite-ref-115[115] Dass historisierende Lesarten der Marxschen Kritik der politischen Ăkonomie teils durch Verweis auf Friedrich Engels begrĂŒndet werden können, verbindet die Kontroverse ĂŒber die Deutung der Formanalyse mit der Streitfrage, ob Engels Marx richtig interpretierte.cite-ref-116[116]cite-ref-117[117] Gegen derartige historisierende Lesarten der Marxschen Methode argumentierten bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg Sekisuke Mita (1906â1975) und in den 1970er Jahren sowjetische Wissenschaftler um Vladimir Petrovic Schkredov an der Moskauer Lomonossow-UniversitĂ€t wie auch Hans-Georg Backhaus.cite-ref-118[118]
Nicht nur das Marx-Engels-VerhĂ€ltnis wird diskutiert, sondern auch das Hegel-Marx-VerhĂ€ltnis. Bereits Wladimir Iljitsch Lenin (1870â1924) wies auf die Bedeutung der Logik Hegels hin, ohne die man Das Kapital und vor allem das erste Kapitel nicht begreifen könne.cite-ref-119[119]cite-ref-120[120] Hiroshi Uchida sieht eine Parallele zwischen Marxâ Grundrisse und Hegels Logik bzw. zwischen dem Kapitel ĂŒber Geld und Hegels Seinslehre.cite-ref-22-121-0[121] Yoshihiro Niji argumentiert dafĂŒr, Hegels Logik als wesentliche Quelle fĂŒr Marxâ Werttheorie zu betrachten und eine Parallele zwischen Hegels Urteilslogik und Marxâ Wertformanalyse anzuerkennen.cite-ref-22-121-1[121]
Ein weiterer Punkt ist die Frage, wie sich Marxâ verschiedene Betrachtungen des AustauschverhĂ€ltnisses zueinander verhalten. Im ersten Kapitel von Das Kapital bzw. in den Abschnitten vor der Wertformanalyse betrachtet Marx die Gleichheit der Waren im AustauschverhĂ€ltnis, d. h. ihre gleiche Geltung als Wertdinge bzw. âGallertenâ abstrakter Arbeit; in der Analyse der Wertformen hingegen blickt Marx auf die PolaritĂ€t verschiedener Rollen, die die Waren im AustauschverhĂ€ltnis einnehmen: die relative Wertform und die Ăquivalentform.cite-ref-17-122-0[122] WĂ€hrend Frank Beckenbachcite-ref-123[123] diese AnsĂ€tze fĂŒr unvermittelt hĂ€lt, sieht Hachiro Masakicite-ref-124[124] verschiedene logische Wege, die ineinandergriffen.cite-ref-17-122-1[122] Wolfgang Endemanncite-ref-125[125] erblickt einen Widerspruch zwischen beiden Betrachtungsweisen, der innerhalb der Wertformanalyse mit der Geldform gelöst werde, wohingegen Werner Beckercite-ref-126[126] Marxâ Methode in diesem Punkt fĂŒr widersprĂŒchlich hĂ€lt und diesem unterstellt, er laste den Widerspruch der RealitĂ€t an.cite-ref-17-122-2[122] Michael Heinrich bestreitet solche WidersprĂŒche.cite-ref-17-122-3[122] Die Relation â⊠ist Tauschwert von âŠâ sei eine Ăquivalenzrelation auf der Menge der Warenquanta, die als Werte einander gleich gelten. Damit sage man nur etwas ĂŒber den Umfang der Relation auf der Menge aus. Da die Waren ungleiche Rollen spielten (relative Wertform bzw. Ăquivalenzform), sei zwar die Relation polar, aber nicht die Elemente. Ăquivalenz und PolaritĂ€t seien kompatibel: die Gleichgeltung ermögliche den Rollentausch, aber die Rollen blieben dennoch polarisch.
Ferner wird darĂŒber gestritten, ob Marxâ dialektische Darstellung gelungen ist. Ob sie ĂŒberhaupt sinnvoll ist, wurde bezweifelt. Eugen von Böhm-Bawerk (1851â1914) bezeichnete Marxâ werttheoretische Argumentation in Das Kapital teilweise als âdialektische[n] Hokuspokusâ.cite-ref-127[127]cite-ref-38-128-0[128] Joseph Alois Schumpeter setzte Marxâ Werttheorie mit der Theorie von David Ricardo (1772â1823) gleich und warf Marxâ Ansatz philosophischen Ballast vor.cite-ref-38-128-1[128] Es gibt aber auch Interpreten, die Marxâ dialektischen Ansatz ernst nehmen. Hans-Georg Backhaus deutet, wie Marx in Das Kapital von der anfĂ€nglichen Warenanalyse zur Wertformanalyse ĂŒbergeht, als Bruch; Marx stelle die notwendige Vermittlung von Wert und Wertform nicht deutlich genug heraus.cite-ref-129[129] Michael Heinrich gesteht zu, dass Marx mit einigen ĂuĂerungen derartigen Deutungen Vorschub geleistet habe; er entgegnet andere Passagen in Marxâ Kritik der politischen Ăkonomie, die der These eines Bruchs die sachliche Grundlage nĂ€hmencite-ref-130[130] Heinrich hingegen konstatiert einen methodischen Bruch an anderer Stelle: Marx habe die Geldform in die Wertformanalyse aufgenommen, obgleich sie nicht dialektisch aus der allgemeinen Wertform gewonnen werde.cite-ref-131[131]
Beim Problem der Geldware geht es darum, ob Marxâ Werttheorie die Annahme, dass es eine Ware geben mĂŒsse, welche die Geldform annehme, erfordert. Michael Heinrich hĂ€lt diese Annahme fĂŒr unbegrĂŒndet und behauptet, Marx habe nur gezeigt, wie die Wertform beschaffen sein muss, um den Wert angemessen ausdrĂŒcken zu können.cite-ref-132[132] Zudem sei Marx durch die Annahme, Geld sei an Gold gebunden, in dieser Hinsicht seinem Anspruch, die kapitalistische Produktionsweise in ihrem idealen Durchschnitt zu erfassen, nicht gerecht geworden; seit der Auflösung des Systems von Bretton-Woods sei Geld nicht mehr an Gold gebunden.cite-ref-133[133]
Die Bedeutung der Wertformanalyse und des Geldes spielt auch in den Debatten ĂŒber das Transformationsproblem eine wichtige Rolle.cite-ref-134[134] In Anlehnung an die neoricardianische Theoriebildung, die auf Piero Sraffa (1898â1983) zurĂŒckgeht, wurde Marxâ Theorie mathematisch formuliert, um einzelne Probleme zu untersuchen oder um eine Marxsche Ăkonomie grundlegend zu reformulieren, wie etwa bei Nobuo Okishio (1927â2003)cite-ref-135[135] oder Michio Morishima (1923â2004)cite-ref-136[136].cite-ref-137[137] Aufgrund solcher Modelle hielten einige Interpreten die Arbeitswerttheorie fĂŒr redundant, wie beispielsweise Ian Steedman (* 1941)cite-ref-138[138]cite-ref-139[139] Kritiker bezweifelten, dass sich Marxâ Werttheorie adĂ€quat im neoricardianischen Rahmen reformulieren lasse. Johannes Berger (* 1939) monierte, es entfalle der Unterschied zwischen konkreter und abstrakter Arbeit.cite-ref-140[140] Heiner GanĂmann (1944â2018) bemĂ€ngelte, die Wertformanalyse und die Notwendigkeit des Geldes wĂŒrden ĂŒbersehen.cite-ref-141[141] Daran anschlieĂend kritisierte Michael Heinrich, es wĂŒrden in einem neoricardianischen Gleichgewichtsmodell physische Gebrauchswerte miteinander in quantitative Beziehungen gesetzt; es werde davon abstrahiert, dass Geld eine allgemeine Warenproduktion bzw. die Reproduktion erst ermögliche und dass es Krisen gebe.cite-ref-142[142]
Die logisch-historische Interpretation
Genesis der Praxisformen
âDer Kern der Marxschen Methode ⊠ist das, was die heutige neoklassische Ăkonomie grĂŒndlich verloren hat: Der Versuch, die eigentĂŒmliche Logik eines eigentĂŒmlichen Gegenstandes, nĂ€mlich der historischen Entwicklung eines historischen Systems ⊠zu erfassen.âcite-ref-143[143] Marx habe die erste dynamische Werttheorie entwickelt, eine Theorie, die Prozesse behandelt, âdie sich in historischer, nicht logischer Zeit abspielenâ.cite-ref-144[144] Manche Ăkonomen sehen daher den Sinn der Wertformanalyse nicht nur darin, den logischen Zusammenhang zwischen der Wertform, der Wertsubstanz und der WertgröĂe darzustellen oder wie es Marx ausdrĂŒckt, âzu beweisen, daĂ die Werthform aus dem Wertbegriff entspringtâ.cite-ref-145[145] FĂŒr sie stellen die Wertformen zugleich Praxisformen dar, mit denen Marx den geschichtlichen Prozess der Entstehung des Geldes logisch erklĂ€rt. âHat man einmal die Wertform als Praxisform ⊠begriffen, wird ihre dialektische Entfaltung hin zur Geldform im âWitz der WidersprĂŒchlichkeitenâ (Brecht) ⊠nachvollziehbar.âcite-ref-146[146] Die Wertformanalyse liefere eine genetische Bestimmung des Geldbegriffs. Sie zeige, wie das Wesen des Geldes aus dessen Herkunft, seiner Entstehung erkannt werden könnte.cite-ref-147[147] (siehe auch Marxâ Geldtheorie) Aus der Analyse der Formen, in denen Wert ausgedrĂŒckt wird, folgt âdie genetische Rekonstruktion des Geldes als Endpunkt.âcite-ref-148[148] âDem Mythos, die Wertformanalyse hĂ€tte allein die bereits entwickelte kapitalistische Warenproduktion zum Gegenstand, widerspricht die Tatsache, dass Marx sie in allen veröffentlichten Fassungen ausdrĂŒcklich auf vorkapitalistische VerhĂ€ltnisse bezieht.âcite-ref-149[149] Die Wertformanalyse ist eine âDarstellung historisch nachweisbarer WertausdrĂŒcke auf MĂ€rkten und der mit ihnen verbundenen Entwicklungstendenz, die nach Marx schlieĂlich zur Herausbildung des Geldes gefĂŒhrt hat.âcite-ref-150[150] Marx betrachte âdie historische Genesis der Wertform also in der Abfolge qualitativ verschiedener Tauschformen ⊠So können drei Entwicklungsstufen der Tauschformen benannt werden. 1. Der Tausch fand selten und nur von Dingen des Ăberschusses statt. 2. Der Austausch vollzog sich regulĂ€r und blieb auf ein bestimmtes Gebiet beschrĂ€nkt. 3. Der Austausch war ĂŒberall verbreitet und trug allgemeinen Charakter.âcite-ref-151[151]
Logische Grundlage des Historischen
Die logische Grundlage der Wertformanalyse beruht einerseits auf der materialistisch gewendeten und auf die ökonomische Problematik angewandten Hegelschen Dialektik und andererseits auf der Annahme, dass das Geld eine historische Erscheinung ist, die sich nach und nach aus dem frĂŒhen Produkten- und Warentausch entwickelt hat, der ursprĂŒnglich ohne das Geld abgelaufen ist. Wichtigste Aufgabe der Analyse der Wertform war es fĂŒr Marx â vom Standpunkt dieser Interpretation aus gesehen â, âzu verfolgen, wie sich der Wert der Waren verselbstĂ€ndigt und in einem geschichtlichen Prozess das Geld hervorbringtâ.cite-ref-152[152] Diese Ansicht beruft sich auf zahlreiche Aussagen von Marx, der geschrieben hatte, dass âder Geldkristall ⊠ein notwendiges Produkt des Austauschprozesse (ist)â und âdie historische Ausweitung und Vertiefung des Austausches ⊠den in der Warennatur schlummernden Gegensatz von Gebrauchswert und Wert (entwickelt). Das BedĂŒrfnis, diesen Gegensatz fĂŒr den Verkehr Ă€uĂerlich darzustellen, treibt zu einer selbstĂ€ndigen Form des Warenwerts und ruht und rastet nicht, bis sie endgĂŒltig erzielt ist durch die Verdopplung der Ware in Ware und Geld. In demselben MaĂe daher, worin sich die Verwandlung der Arbeitsprodukte in Waren, vollzieht sich die Verwandlung von Ware in Geld.âcite-ref-153[153] Diesen Gedanken hatte Marx schon in âZur Kritik der Politischen Ăkonomieâ geĂ€uĂert: âIn der Tat erscheint der Austauschprozess von Waren ursprĂŒnglich nicht im SchoĂ der naturwĂŒchsigen Gemeinwesen, sondern da, wo sie aufhören, an ihren Grenzen, den wenigen Punkten, wo sie in Kontakt mit anderen Gemeinwesen treten. Hier beginnt der Tauschhandel und schlĂ€gt von da ins Innere des Gemeinwesens zurĂŒck, auf das er zersetzend wirkt (âŠ) Die allmĂ€hliche Erweiterung des Tauschhandels, Vermehrung der Austausche und VervielfĂ€ltigung der in den Tauschhandel kommenden Waren, entwickelt daher die Ware als Tauschwert, drĂ€ngt zur Geldbildung und wirkt damit auflösend auf den unmittelbaren Tauschhandel.âcite-ref-154[154] Marx beabsichtigt zu âleisten, was von der bĂŒrgerlichen Ăkonomie nicht einmal versucht ward, nĂ€mlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen, also die Entwicklung des im WertverhĂ€ltnis der Waren enthaltenen Wertausdrucks von seiner einfachsten unscheinbarsten Gestalt bis zur blendenden Geldform verfolgen. Damit verschwindet zugleich das GeldrĂ€tsel.âcite-ref-155[155] Diese Worte von Marx belegen vom Standpunkt der historisch-logischen Lesart, dass die Wertformen zweifelsfrei sich in einem historischen Prozess entwickelt haben.cite-ref-156[156] Grundlage des historischen Prozesses der Geldwerdung ist, dass der Wert, dessen GröĂe durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt istcite-ref-157[157], als gesellschaftliche Eigenschaft jeder Ware nur im wechselseitigen VerhĂ€ltnis vieler Waren zueinander erscheinen kann. Er muss sich eine Form geben, um sichtbar zu werden. Das geschieht durch die Darstellung des Werts in einer bestimmten Gebrauchswertmenge einer anderen Ware, historisch auf Grund des jeweiligen Entwicklungsstandes der Warenproduktion und des Warenaustausches auf unterschiedliche Weise. Der Wert kann nur deshalb im Gebrauchswert einer anderen erscheinen, weil diese selbst einen Wert hat. Marx spricht von Formen, in denen der Wert erscheint, eben den Wertformen.
Periodisierung
Auf der Grundlage der ethnografischen und wirtschaftsgeschichtlichen Literatur hat Klaus MĂŒller versucht, den historischen Prozess der Entwicklung der Wertformen darzustellen und Marxâ logische Darstellung im 1. Kapitel des âKapitalsâ durch eine konkret-empirische Analyse zu ergĂ€nzen.cite-ref-158[158] Die âDarstellung der historischen Entwicklung des Geldes und seiner Vorstufen mit vielen konkreten Beispielen aus mehreren Jahrtausenden und vier Erdreichen ist in diesem Umfang einmalig.âcite-ref-159[159] MĂŒller widerspricht dem Anthropologen David Graeber, der, ohne Belege zu erbringen, behauptet, dass es Adam Smithâ Tauschhandel in der RealitĂ€t nie gegeben habe. Er weist dessen Behauptung zurĂŒck, der Tausch ohne Geld sei eine âFantasievorstellungâ, ein von Ăkonomen ersonnenes âfernes MĂ€rchenlandâ.cite-ref-160[160] Die VerknĂŒpfung des Logischen mit dem Historischen zeige nicht alle Details, sondern das HauptsĂ€chliche des Historischen, dessen Wesen. Sie abstrahiere âvon Abweichungen, Anormalem, ZufĂ€lligkeiten, Zickzacks, KreislĂ€ufen, Vorwegnahmen, Verzögerungen, RĂŒckfĂ€llen, von vielem, das die Entwicklung eines Gegenstandes auch begleitet.âcite-ref-161[161] Mit der logisch-historischen Methode ist keine Beschreibung einer empirischen Aufeinanderfolge, eine zeitliche Kette geschichtlicher Tatsachen gemein â keine realhistorische Abbildung-, sondern die Erfassung der wesentlichen Bestimmungen des historisch Gewordenen und Sich-verĂ€ndernden.cite-ref-162[162] Man mĂŒsse, den âkapitalen Unterschied zwischen historisch und genetischâ beachten, âda Marx nicht die Geschichte, sondern die Genesis der Geldform zu rekonstruieren beanspruchtâ.cite-ref-163[163] Produktentausch habe es im JungpalĂ€olithikum (40 000â10 000 v. u. Z.) gegeben. In diese Zeit falle die einfache, einzelne oder zufĂ€llige Wertform, die nach und nach abgelöst wurde durch die totale, entfaltete Wertform. In der Jungsteinzeit (Neolithikum), d. h. von 10 000 bis 2 000 v. u. Z. hĂ€tten sich erste Elemente einer Warenproduktion aus dem Produktentausch entwickelt, begleitet von der Durchsetzung der allgemeinen Wertform. Die einfache Warenproduktion und erste Kapitalelemente folgten. Ab etwa 2 500 v. u. Z. habe sich die Geldform durchgesetzt.cite-ref-164[164] Nach Marx entwickelten die Nomadenvölker âzuerst die Geldform, weil ihr Hab und Gut sich in beweglicher, daher unmittelbar verĂ€uĂerlicher Form befindet, und weil ihre Lebensweise sie bestĂ€ndig mit fremden Gemeinwesen in Kontakt bringtâ.cite-ref-165[165] Die Entwicklung der Warenform des Arbeitsprodukts und daher der Wertformen widerspiegeln die Ănderung der ProduktionsverhĂ€ltnisse, die wiederum durch die Entwicklung der ProduktivkrĂ€fte und der gesellschaftlichen Arbeitsteilung bedingt ist. Die Marxsche Analyse der Wertformen erfasst in der Einheit von Logischem und Historischem diesen Entwicklungsprozess. Kriterien fĂŒr die Entwicklung der Wertformen und fĂŒr ihren Vergleich untereinander sind der Grad, in dem der spezifische Charakter der wertbildenden Arbeit erkennbar ist, der Grad der VerselbstĂ€ndigung des Werts der Waren gegenĂŒber ihrem Gebrauchswert und der Grad, in dem sich der Gegensatz zwischen den beiden Polen der Wertform ausprĂ€gt, der relativen Wertform und der Ăquivalentform.
Die einfache, einzelne oder zufÀllige Wertform
Dieser Wertform lag der zufĂ€llige Austausch zweier GĂŒter zugrunde. âDer Tauschhandel, worin der Ăberfluss der eignen Produktion zufĂ€llig gegen den der fremden ausgetauscht wird, ist nur das erste Vorkommen des Produkts als Tauschwert im allgemeinen und wird bestimmt durch zufĂ€llige BedĂŒrfnisse, GelĂŒste etc.âcite-ref-166[166] Die historisch Ă€lteste Wertform widerspiegelt den unentwickelten Stand der ProduktivkrĂ€fte innerhalb und gegen Ende der Urgemeinschaft. Arbeitsteilung und ProduktivitĂ€t sind gering ausgeprĂ€gt. UrwĂŒchsig gesellschaftliches oder Gruppeneigentum an den Produktionsmitteln dominiert. Zwischen den Sippen und Gentes wurden ĂberschĂŒsse sporadisch, vereinzelt und zufĂ€llig ausgetauscht.cite-ref-167[167] Der spezifische gesellschaftliche Charakter der wertbildenden Arbeit kommt nur keimhaft zum Ausdruck. Der Wert der in relativer Wertform stehenden Ware ist von ihrem Gebrauchswert unterschieden. Noch nicht zutage tritt, dass sich der Wert ĂŒberhaupt vom Gebrauchswert unterscheidet. Die ersten Hinweise, dass Menschen Handel untereinander trieben, besitzen wir aus einer Zeit von etwa 50 000 bis 45 000 Jahren, als der Homosapiens Boote, Ăllampen, Pfeil und Bogen und Nadel herstellte und es ihm gelang, das offene Meer zu ĂŒberqueren. Der Handel beschrĂ€nkte sich auf LuxusgĂŒter wie Muscheln, Bernstein, Farbpigmente oder Obsidian.cite-ref-168[168] Harari sagt, dass es in den Jahrtausenden nach der Besiedlung Australiens â vermutlich zwischen 60 000 und 32 000 v. u. Z. â eindeutige Hinweise auf einen regen Handel zwischen einigen der den Kontinent umgebenen Inseln gab, zum Beispiel Neuirland und Neubritannien.cite-ref-169[169] âBei relativ stabilen Stammessitzen begrĂŒndeten schon in der JĂ€gergesellschaft die Unterschiede in den natĂŒrlichen Produktionsbedingungen und das Nebeneinanderbestehen verschiedener Wirtschaftszweige zwischengesellschaftliche Arbeitsteilungen und feste Austauschbeziehungen, wie z. B. zwischen binnenlĂ€ndischen und kĂŒstenbewohnenden Lokalgruppen der Andamanen, zwischen Berg-, Steppen-, Wald- und KĂŒstenbewohnern usw.âcite-ref-170[170] Die ArchĂ€ologin Waltraud Sperlich hĂ€lt einen steinzeitlichen Handel und Transport von Sushi fĂŒr möglich, âstieĂen doch Forscher in der Aviones-Höhle im SĂŒdosten Spaniens auf Ăberreste von Muscheln und Meeresschnecken, die da vor etwa 50 000 Jahren ausgepult worden sind. Da sich neben den Schalen groĂe Packungen von Rotalgen fanden, nehmen die Wissenschaftler an, dass die Algen als Verpackung dienten.âcite-ref-171[171] Obsidian, das vulkanische Gesteinsglas, war sehr begehrt. Es kam nur auf den Inseln im Mittelmeer vor. âUnd nach Sizilien oder Milos in der ĂgĂ€is ĂŒberzusetzen war in der vornautischen Zeit eine abenteuerliche Expedition. FĂŒr den Obsidian lohnte sich das Risiko, denn das tiefschwarze Gestein lieferte Klingen, die den Ruf hatten, Stein leicht wie Fleisch zu schneiden.âcite-ref-172[172] Wirtschaftshistoriker erbringen zahlreiche Belege fĂŒr einen Tauschverkehr auf den untersten Entwicklungsstufen der Menschheit.cite-ref-173[173] GrĂŒnert gibt mehrere Beispiele fĂŒr einen Produkten- und ersten Warentausch im 7. bis 5. Jahrtausend. v. u. Z.cite-ref-174[174]
Die totale oder entfaltete Wertform
Die gesellschaftliche Arbeitsteilung entwickelte sich in der Urgesellschaft und mit ihrer allmĂ€hlichen Auflösung. Mehr und neue Produkte wurden hergestellt. Ein Mehrprodukt wurde zu einer dauerhaften Erscheinung. Familien- und persönliches Eigentum entstanden. Arbeitsprodukte wurden nicht mehr ausnahmsweise, sondern gewohnheitsmĂ€Ăig mit anderen Arbeitsprodukten, auch Diensten getauscht. Der Wert der in relativer Wertform stehenden Ware tritt jetzt in der Naturalform aller möglichen anderen Produkte dieser Ware gegenĂŒber. In der endlosen Reihe seiner AusdrĂŒcke zeigt sich, âdass der Warenwert gleichgĂŒltig ist gegen die besondre Form des Gebrauchswerts, worin er erscheintâ.cite-ref-175[175] Der Gegensatz zwischen den Polen des WertverhĂ€ltnisses entfaltet sich, wird aber noch nicht dauerhaft fixiert. In der HĂ€ufung der WertausdrĂŒcke widerspiegele sich der ökonomische Fortschritt, zugleich sei der relative Wertausdruck der Ware noch unfertig. Es existiere âein buntes Mosaik auseinanderfallender und verschiedenartiger WertausdrĂŒcke. Viele beschrĂ€nkte Ăquivalentformen, von denen jede die andre ausschlieĂt, erfĂŒllen ihre Funktion nur begrenzt und vorĂŒbergehend. Die in ihnen enthaltene konkrete Arbeitsart ist noch nicht erschöpfende Erscheinungsform der menschlichen Arbeit geworden. Ăbersicht und Ordnung auf dem Markt kann man sich nur schwer vorstellen. Der Bezugspunkt fehlt, auf den sich alles bezieht, der einheitliche MaĂstab, an dem sich alles misst.âcite-ref-176[176] Somit geriet die totale, entfaltete Wertform in Widerspruch zur Produktivkraftentwicklung und den Notwendigkeiten des Warentausches. Der historische Austauschprozess offenbarte nicht nur die MĂ€ngel der zweiten Wertform, er fĂŒhrte auch die Lösung herbei. Die Lösung der WidersprĂŒche des Tausches erfolgte durch die Herausbildung der allgemeinen Wertform.
Die allgemeine Wertform
Durch die Trennung des Handwerks von der Landwirtschaft wird der Warenaustausch lebensnotwendig. Die auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln beruhende Produktion fĂŒr den Austausch, die Warenproduktion, setzt sich durch. Die Wechselwirkung zwischen ProduktivkrĂ€ften und ProduktionsverhĂ€ltnissen bringt die allgemeine Wertform hervor. Die Waren stellen ihre Werte jetzt einfach und einheitlich dar, d. h. in einer besonderen, in derselben Ware. Eine Ware allein dient als allgemeines Ăquivalent fĂŒr den Wert aller anderen Waren. Der Gebrauchswert der in Ăquivalentform stehenden Ware bildet die gemeinsame Erscheinungsform des Werts aller anderen Waren. Im allgemeinen Ăquivalent erhĂ€lt der Wert der Waren eines begrenzten Territoriums als Tauschwert eine selbststĂ€ndige Gestalt. Die Ăquivalentware ist unmittelbar austauschbar mit allen anderen Waren. Sie ist eine Form des Werts ĂŒberhaupt und kann somit prinzipiell jeder Ware zukommen. Als Ăquivalentwaren eigneten sich vor allem solche, die von allen gebraucht wurden und von allen im Austausch angenommen wurden. Regional und zeitlich konnten das in AbhĂ€ngigkeit von den territorialen Besonderheiten unterschiedliche Waren sein. TatsĂ€chlich waren es entweder die âwichtigsten Eintauschartikel aus der Fremde, welche in der Tat naturwĂŒchsige Erscheinungsformen des Tauschwerts der einheimischen Produkte sindâ oder der âGebrauchsgegenstand, welcher das Hauptelement des einheimischen verĂ€uĂerlichen Besitztums bildet, wie z. B. das Viehâ.cite-ref-177[177] Die ethnografische und wirtschaftshistorische Forschung hat den Nachweis erbracht, dass die Völker unterschiedlichste allgemeine Ăquivalente kannten, bevor die Geldform des Werts entstand.cite-ref-178[178]cite-ref-179[179]cite-ref-180[180] Die allgemeinen Ăquivalentwaren sind die unmittelbaren GeldvorlĂ€ufer; nichtmarxistische Ăkonomen und Wirtschaftshistoriker sprechen vom Nutz- oder Warengeld. Beispiele sind âKuh- und Viehgeldâ, âNahrungs- und Genussmittelgeldâ, âPerlengeldâ, âMuschelgeldâ, âPelz-, Tuch- und Bekleidungsgeldâ, âMetall-, Schmuck- und GerĂ€tegeldâ.cite-ref-181[181]
Die Geldform
Die allgemeine Wertform begĂŒnstigte den Warenaustausch und die Entwicklung der ProduktivkrĂ€fte, wurde aber mit zunehmender Entfaltung des Handels, vor allem mit der Ăberschreitung lokaler Grenzen des Austauschs mehr und mehr zum Hindernis fĂŒr die weitere Entwicklung. Die regionale Verschiedenheit der allgemeinen Ăquivalente erschwerte den Austausch der Produkte. Die Entwicklung der privaten Warenproduktion fĂŒhrte daher dazu, dass die Funktion des allgemeinen Ăquivalents auf eine spezifische Warenart ĂŒberging. âDie spezifische Warenart nun, mit deren Naturalform die Ăquivalentform gesellschaftlich verwĂ€chst, wird zur Geldware oder funktioniert als Geld.âcite-ref-182[182] Marx hat nicht einfach nur angenommen, dass Geld eine Ware ist, sondern genetisch-historisch gezeigt, wie eine bestimmte Ware durch gesellschaftliche Gewohnheit aus der Warenwelt ausgeschlossen wird, um den Wert aller ĂŒbrigen Waren auszudrĂŒcken. âGold tritt den andren Waren nur als Geld gegenĂŒber, weil es ihnen zuvor als Ware gegenĂŒberstand.âcite-ref-183[183] Als MaĂ der Werte muss es selbst Ware sein, sagt Marx, weil âes sonst kein gemeinsames immanentes MaĂ mit den andren Ware hĂ€tte.âcite-ref-184[184] Behauptet man, wie Michael Heinrich, Marx habe eine Ware als Geld nur unterstellt, könnte man ebenso gut sagen, so Wolfgang Fritz Haug, er âhabe nicht gezeigt, sondern bloĂ unterstellt, dass der Papst unbedingt ein Katholik sein mĂŒsseâ.cite-ref-185[185]
Das Monopol ging auf die Edelmetalle Gold und Silber ĂŒber, âdie von Natur zur gesellschaftlichen Funktion eines allgemeinen Ăquivalents taugenâ.cite-ref-186[186] Die Geldform ist die vierte Wertform.cite-ref-187[187] Die natĂŒrlichen Eigenschaften, die Edelmetalle fĂŒr die AusĂŒbung der Ăquivalenzfunktion in besonderer Weise qualifizieren: Sie, besonders das Gold, sind widerstandsfĂ€hig gegen UmwelteinflĂŒsse. Sie lassen sich beliebig lange aufbewahren, sind in allen ihren Teilen vollkommen gleich, wodurch gleiche Mengen stets die gleiche WertgröĂe haben. Gold und Silber lassen sich in kleinste Mengen zerlegen und zu gröĂeren Gewichtseinheiten zusammenfĂŒgen. Da sie wertvoll sind â Gold noch mehr als Silber, weshalb es sich als Ăquivalentware schlieĂlich durchsetzt â benötigt man nur kleine Mengen, um Waren zu kaufen. Leicht transportierbar, eignen sie sich gut als Transportmittel.
Mit dem Ăbergang der Funktion des allgemeinen Ăquivalents auf die Ware Gold hat sich der Wert der Waren endgĂŒltig verselbstĂ€ndigt. Der innere Widerspruch der Ware zwischen Gebrauchswert und Wert stellt sich nun dar als Ă€uĂerer Widerspruch zwischen der Ware und dem Geld. Der in Geld ausgedrĂŒckte Wert der Waren ist ihr Preis. In ihm tritt der in der Produktion geschaffene Wert in der Zirkulation in Erscheinung. Marx schreibt, das Gold erobere sich im historischen Austauschprozess âdurch gesellschaftliche Gewohnheitâ die Rolle des allgemeinen Ăquivalents. âSobald es das Monopol ⊠im Wertausdruck erobert hat, wird es Geldware, und erst von dem Augenblick ⊠ist die allgemeine Wertform verwandelt in Geldform.âcite-ref-188[188] Bei ihr unterscheide man drei Stufen: das vormĂŒnzliche Metallgeld in Form von Schmuck und GerĂ€ten, das vormĂŒnzliche Gold in Form von Klumpen oder Barren und das gemĂŒnzte Metall.cite-ref-189[189]
Gold ist nicht von Natur aus Geld; Gold wird erst durch seine herausgehobene Stellung in der Warenproduktion zu Geld.cite-ref-190[190] Gustav Cassel schreibt, dass vor der Geldware Gold der Ochse vom Atlantischen Ozean bis nach Zentralasien Jahrtausende hindurch als Haupteinheit der Preisrechnung benutzt worden war. Auch Quaas, der die WertausdrĂŒcke in Homers âIliasâ untersucht, sagt, âdass sich das (mĂ€nnliche) Rind als allgemeines Ăquivalent herausgebildet hatte, und zwar inmitten eines mannigfachen Warenangebotsâ.cite-ref-191[191] Es sei eine bemerkenswerte Tatsache, so Cassel, dass spĂ€ter Gold immer in einer Einheit gemessen wurde, die dem Wert eines Ochsens entsprach â ein konkret-empirisches Beispiel fĂŒr den historischen Zusammenhang zwischen der allgemeinen Wertform und der auf sie folgenden Geldform. Der Zusammenhang ist auch sprachgeschichtlich nachweisbar: Das lateinische Wort pecunia heiĂt Geld. Es stammt ab von pecus â dem Vieh. Der Name Ochse wurde sogar beibehalten, nachdem die betreffende Goldmenge die Form einer MĂŒnze erhalten hatte. Mit dem Hervortreten der Staatsmacht sei spĂ€ter der Zusammenhang der Rechnungseinheit mit dem wirklichen Ochsen aufgelöst worden.cite-ref-192[192]
Fazit
Die Analyse der Wertformen und die Logik ihrer Entfaltung widerspiegeln den Prozess der Auflösung der Urgesellschaft, des Jahrtausende wĂ€hrenden Ăbergangs von der Selbstversorgungs- bzw. Subsistenzwirtschaft auf primitivster Basis zur Warenproduktion.cite-ref-193[193] Das widersprĂŒchliche VerhĂ€ltnis zwischen den ProduktivkrĂ€ften und ProduktionsverhĂ€ltnissen Ă€uĂert sich bei der Geldwerdung im Widerspruch zwischen dem Gebrauchswert und dem Wert einer Ware. Der Widerspruch zwischen Gebrauchswert und Wert wird temporĂ€r gelöst, indem er in verĂ€nderter Form neu gesetzt wird.cite-ref-194[194] Marx zeigt mit der Wertformanalyse, die auf der dialektisch-materialistischen Methode beruht und in der das Logische dominiert, dass die einzelnen Wertformen den Entwicklungsgrad der gesellschaftlichen ProduktionsverhĂ€ltnisse und ihre Wechselwirkung mit den ProduktivkrĂ€ften ausdrĂŒcken.cite-ref-195[195]
Modifikationen der Wertformanalyse
Hervorzuheben ist die inner- und auĂerhalb Japans sehr einflussreiche Schule von Kozo Uno (1897â1977).cite-ref-196[196] Uno war weniger darauf bedacht, die Werke von Marx sehr stark zu erforschen, um sie angemessen zu deuten, sondern wollte primĂ€r die kapitalistische Gesellschaft untersuchen und in Reinform erfassen.cite-ref-197[197] Ein Grundprinzip seiner Darstellung ist die strikte Trennung von Zirkulation, Produktion und Distribution.cite-ref-20-198-0[198] Uno griff in seinem breit rezipierten Werk Kezai Genron von 1950/52 bzw. Principles of Political Economy Marxâ Wertformanalyse auf. Nach Unos Kritik an Marx mĂŒsse die Wertformanalyse vor und unabhĂ€ngig von der Analyse der Wertsubstanz entwickelt werden und die Darstellung der abstrakten Arbeit gehöre in die Theorie der Produktion.cite-ref-20-198-1[198] Zudem modifizierte Uno bewusst die Formanalyse, indem er die Wertformen und die Handlungen der Warenbesitzer bereits ab der einfachen Wertform nicht auf verschiedenen theoretischen Ebenen betrachtete.cite-ref-19-199-0[199] Letzteres wurde frĂŒh von Samezo Kuruma (1892â1983), der fĂŒr die Trennung argumentierte, kritisiert.cite-ref-19-199-1[199]
Literatur
âą Heinz Abend/Wolfgang MĂŒller: Zu Marxâ Geldtheorie in den âGrundrissen der Kritik der politischen Ăkonomieâ. In: Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (Hrsg.): Hallesche ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung. Nr. 9. Halle/Saale 1979; S. 54â66.
âą Hans-Georg Backhaus: Dialektik der Wertform: Untersuchungen zur Marxschen Ăkonomiekritik. ça ira, 1997, ISBN 3-924627-52-5.
âą Wolfgang F. Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins âKapitalâ. Köln 1974, ISBN 3-7609-0128-X, S. 136â150.
âą Wolfgang F. Haug: Neue Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins âKapitalâ. Hamburg 2006, ISBN 3-88619-330-6.
âą Wolfgang F. Haug, Das âKapitalâ lesen. Aber wie? Hamburg 2013, ISBN 978-3-88619-355-4.
âą Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018.
âą Michael Heinrich: Das Programm der Kritik der politischen Ăkonomie. In: Michael Quante, David P. Schweikard (Hrsg.): Marx-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2016; S. 71â118.
âą Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage, WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, ISBN 978-3-89691-454-5.
âą Michael Heinrich: Kritik der politischen Ăkonomie. Eine EinfĂŒhrung in âDas Kapitalâ von Karl Marx. 14. Auflage, Schmetterling Verlag, Stuttgart 2018.
âą Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009.
âą Stephan KrĂŒger, Klaus MĂŒller, Das Geld im 21. Jahrhundert. Die AktualitĂ€t der Marxschen Wert- und Geldtheorie, Köln 2020, ISBN 978-3-89438-743-3.
âą Thomas Marxhausen: Die Entwicklung des Begriffs âFetischismusâ bei Marx. In: Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (Hrsg.): Hallesche ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung. Nr. 22. Halle/Saale 1988; S. 42â68.
âą Klaus MĂŒller: Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, ISBN 978-3-89484-827-9.
âą Klaus MĂŒller: Auf Abwegen. Von der Kunst der Ăkonomen, sich selbst zu tĂ€uschen. Köln 2019, ISBN 978-3-89438-714-3, S. 228â249.
âą Georg Quaas: Dialektik als philosophische Theorie und Methode des âKapitalâ. Eine methodologische Untersuchung des ökonomischen Werkes von Karl Marx. Peter Lang, Frankfurt/Main 1992, ISBN 3-631-45352-3.
⹠Georg Quaas: Die ökonomische Theorie von Karl Marx. Marburg 2016, ISBN 978-3-7316-1216-2.
âą Dieter Wolf Der dialektische Widerspruch im âKapitalâ. Ein Beitrag zur Marxschen Werttheorie. Hamburg 2002, ISBN 3-87975-889-1.
âą Dieter Wolf Die Wertform und die dialektische Methode. Zur Deutung der Dialektik der Wertform durch Hans-Georg Backhaus. (PDF; 68 kB) In: Der dialektische Widerspruch im âKapitalâ. Ein Beitrag zur Marxschen Werttheorie. S. 151ff.
⹠Dieter Wolf Die einfache Wertform als Lösungsbewegung des dialektischen Widerspruchs zwischen dem Gebrauchswert und dem Wert einer Ware (PDF 502 KB)
Weblinks
âą Das Problem der Wertform in Zur Kritik der politischen Oekonomie. Erstes Heft (1859); MEW 13, S. 25 ff.
âą Die Wertformanalyse in der Erstauflage von Das Kapital (1867), S. 15â34.
âą Der Anhang Die Werthform in der Erstauflage von Das Kapital (1867), S. 764â784.
âą Die Wertformanalyse in der vierten Auflage von Das Kapital (1890); MEW 23, S. 62â85.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 62: âWaren kommen zur Welt in der Form von Gebrauchswerten oder Warenkörpern, als Eisen, Leinwand, Weizen usw. Es ist dies ihre hausbackene Naturalform. Sie sind jedoch nur Waren, weil Doppeltes, GebrauchsgegenstĂ€nde und zugleich WerttrĂ€ger. Sie erscheinen daher nur als Waren oder besitzen nur die Form von Waren, sofern sie Doppelform besitzen, Naturalform und Wertform.â
cite-note-22. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 62: âDie WertgegenstĂ€ndlichkeit der Waren unterscheidet sich dadurch von der Wittib Hurtig, daĂ man nicht weiĂ, wo sie zu haben ist. Im graden Gegenteil zur sinnlich groben GegenstĂ€ndlichkeit der Warenkörper geht kein Atom Naturstoff in ihre WertgegenstĂ€ndlichkeit ein. Man mag daher eine einzelne Ware drehen und wenden, wie man will, sie bleibt unfaĂbar als Wertding. Erinnern wir uns jedoch, daĂ die Waren nur WertgegenstĂ€ndlichkeit besitzen, sofern sie AusdrĂŒcke derselben gesellschaftlichen Einheit, menschlicher Arbeit, sind, daĂ ihre WertgegenstĂ€ndlichkeit also rein gesellschaftlich ist, so versteht sich auch von selbst, daĂ sie nur im gesellschaftlichen VerhĂ€ltnis von Ware zu Ware erscheinen kann.â
cite-note-33. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 62.
cite-note-44. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 62: âHier gilt es jedoch zu leisten, was von der bĂŒrgerlichen Ăkonomie nicht einmal versucht ward, nĂ€mlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen, also die Entwicklung des im WertverhĂ€ltnis der Waren enthaltenen Wertausdrucks von seiner einfachsten unscheinbarsten Gestalt bis zur blendenden Geldform zu verfolgen. Damit verschwindet zugleich das GeldrĂ€tsel.â
cite-note-55. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 107: âWir sahen, wie schon in dem einfachsten Wertausdruck, x Ware A = y Ware B, das Ding, worin die WertgröĂe eines andren Dings dargestellt wird, seine Ăquivalentform unabhĂ€ngig von dieser Beziehung als gesellschaftliche Natureigenschaft zu besitzen scheint. Wir verfolgten die Befestigung dieses falschen Scheins. Er ist vollendet, sobald die allgemeine Ăquivalentform mit der Naturalform einer besondren Warenart verwachsen oder zur Geldform kristallisiert ist. Eine Ware scheint nicht erst Geld zu werden, weil die andren Waren allseitig ihre Werte in ihr darstellen, sondern sie scheinen umgekehrt allgemein ihre Werte in ihr darzustellen, weil sie Geld ist. Die vermittelnde Bewegung verschwindet in ihrem eignen Resultat und lĂ€Ăt keine Spur zurĂŒck. Ohne ihr Zutun finden die Waren ihre eigne Wertgestalt fertig vor als einen auĂer und neben ihnen existierenden Warenkörper. Diese Dinge, Gold und Silber, wie sie aus den Eingeweiden der Erde herauskommen, sind zugleich die unmittelbare Inkarnation aller menschlichen Arbeit. Daher die Magie des Geldes.â
cite-note-66. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 73â74.
cite-note-77. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 74: âDaĂ aber in der Form der Warenwerte alle Arbeiten als gleiche menschliche Arbeit und daher als gleichgeltend ausgedrĂŒckt sind, konnte Aristoteles nicht aus der Wertform selbst herauslesen, weil die griechische Gesellschaft auf der Sklavenarbeit beruhte, daher die Ungleichheit der Menschen und ihrer ArbeitskrĂ€fte zur Naturbasis hatte. Das Geheimnis des Wertausdrucks, die Gleichheit und gleiche GĂŒltigkeit aller Arbeiten, weil und insofern sie menschliche Arbeit ĂŒberhaupt sind, kann nur entziffert werden, sobald der Begriff der menschlichen Gleichheit bereits die Festigkeit eines Volksvorurteils besitzt. Das ist aber erst möglich in einer Gesellschaft, worin die Warenform die allgemeine Form des Arbeitsprodukts, also auch das VerhĂ€ltnis der Menschen zueinander als Warenbesitzer das herrschende gesellschaftliche VerhĂ€ltnis ist. Das Genie des Aristoteles glĂ€nzt grade darin, daĂ er im Wertausdruck der Waren ein GleichheitsverhĂ€ltnis entdeckt. Nur die historische Schranke der Gesellschaft, worin er lebte, verhindert ihn herauszufinden, worin denn âin Wahrheitâ dies GleichheitsverhĂ€ltnis besteht.â
cite-note-88. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 183â184: âAuch die ökonomischen Kategorien, die wir frĂŒher betrachtet, tragen ihre geschichtliche Spur. Im Dasein des Produkts als Ware sind bestimmte historische Bedingungen eingehĂŒllt. Um Ware zu werden, darf das Produkt nicht als unmittelbares Subsistenzmittel fĂŒr den Produzenten selbst produziert werden. HĂ€tten wir weiter geforscht: Unter welchen UmstĂ€nden nehmen alle oder nimmt auch nur die Mehrzahl der Produkte die Form der Ware an, so hĂ€tte sich gefunden, daĂ dies nur auf Grundlage einer ganz spezifischen, der kapitalistischen Produktionsweise, geschieht.â
cite-note-99. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 56: âUrsprĂŒnglich erschien uns die Ware als ein ZwieschlĂ€chtiges, Gebrauchswert und Tauschwert. SpĂ€ter zeigte sich, daĂ auch die Arbeit, soweit sie im Wert ausgedrĂŒckt ist, nicht mehr dieselben Merkmale besitzt, die ihr als Erzeugerin von Gebrauchswerten zukommen. Diese zwieschlĂ€chtige Natur der in der Ware enthaltenen Arbeit ist zuerst von mir kritisch nachgewiesen worden. Da dieser Punkt der Springpunkt ist, um den sich das VerstĂ€ndnis der politischen Ăkonomie dreht, soll er hier nĂ€her beleuchtet werden.â
cite-note-1-1010. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 75: âUnsere Analyse bewies, daĂ die Wertform oder der Wertausdruck der Ware aus der Natur des Warenwerts entspringt, nicht umgekehrt Wert und WertgröĂe aus ihrer Ausdrucksweise als Tauschwert. Dies ist jedoch der Wahn sowohl der Merkantilisten und ihrer modernen AufwĂ€rmer, wie Ferrier, Ganilh usw., als auch ihrer Antipoden, der modernen Freihandels-Commis-Voyageurs, wie Bastiat und Konsorten. Die Merkantilisten legen das Hauptgewicht auf die qualitative Seite des Wertausdrucks, daher auf die Ăquivalentform der Ware, die im Geld ihre fertige Gestalt besitzt â die modernen Freihandelshausierer dagegen, die ihre Ware um jeden Preis losschlagen mĂŒssen, auf die quantitative Seite der relativen Wertform. FĂŒr sie existiert folglich weder Wert noch WertgröĂe der Ware auĂer in dem Ausdruck durch das AustauschverhĂ€ltnis, daher nur im Zettel des tĂ€glichen Preiskurants.â
cite-note-2-1111. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 95: âEs ist einer der GrundmĂ€ngel der klassischen politischen Ăkonomie, daĂ es ihr nie gelang, aus der Analyse der Ware und spezieller des Warenwerts die Form des Werts, die ihn eben zum Tauschwert macht, herauszufinden. Grade in ihren besten ReprĂ€sentanten, wie A. Smith und Ricardo, behandelt sie die Wertform als etwas ganz GleichgĂŒltiges oder der Natur der Ware selbst ĂuĂerliches. Der Grund ist nicht allein, daĂ die Analyse der WertgröĂe ihre Aufmerksamkeit ganz absorbiert. Er liegt tiefer. Die Wertform des Arbeitsprodukts ist die abstrakteste, aber auch allgemeinste Form der bĂŒrgerlichen Produktionsweise, die hierdurch als eine besondere Art gesellschaftlicher Produktion und damit zugleich historisch charakterisiert wird. Versieht man sie daher fĂŒr die ewige Naturform gesellschaftlicher Produktion, so ĂŒbersieht man notwendig auch das Spezifische der Wertform, also der Warenform, weiter entwickelt der Geldform, Kapitalform usw. Man findet daher bei Ăkonomen, welche ĂŒber das MaĂ der WertgröĂe durch Arbeitszeit durchaus ĂŒbereinstimmen, die kunterbuntesten und widersprechendsten Vorstellungen von Geld, d. h. der fertigen Gestalt des allgemeinen Ăquivalents. Dies tritt schlagend hervor z. B. bei der Behandlung des Bankwesens, wo mit den gemeinplĂ€tzlichen Definitionen des Geldes nicht mehr ausgereicht wird. Im Gegensatz entsprang daher ein restauriertes Merkantilsystem (Ganilh usw.), welches im Wert nur die gesellschaftliche Form sieht oder vielmehr nur ihren substanzlosen Schein.â
cite-note-1212. â Charles Ganilh: An inquiry into the various systems of political economy; their advantages and disadvantages; and the theory most favourable to the increase of national wealth. Peter A. Mesier, New York 1812, S. 264 (Originaltitel: Des systĂšmes de lâĂ©conomie politique, de leurs inconvĂ©niens, de leurs avantages, et de la doctrine la plus favorable aux progrĂšs de la richesse des nations. Paris 1809.).
cite-note-1313. â Karl Marx: Theorien ĂŒber den Mehrwert. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 26, Nr. 1. Dietz Verlag, Berlin 1965, S. 174 ff.
cite-note-1414. â Karl Marx: Theorien ĂŒber den Mehrwert. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 26.1. Dietz Verlag, Berlin 1965, S. 175â176: âGanilh hat ganz recht gegen Ricardo und die meisten Ăkonomen, wenn er sagt, sie betrachten den travail sans l'echange, obgleich ihr System, wie das ganze bĂŒrgerliche System, auf dem Tauschwert ruht. Dies kömmt aber nur daher, daĂ ihnen die Form des Produkts als Ware als selbstverstĂ€ndlich erscheint und sie daher nur die WertgröĂe betrachten. Im Austausch bewĂ€hren sich die Produkte der einzelnen erst als Produkte der allgemeinen Arbeit, indem sie sich als Geld darstellen. Diese RelativitĂ€t liegt aber schon darin, daĂ sie sich als Dasein der allgemeinen Arbeit darstellen mĂŒssen und nur auf es als relative, nur quantitativ verschiedne AusdrĂŒcke der gesellschaftlichen Arbeit reduziert werden. Aber der Austausch selbst gibt ihnen nicht die WertgröĂe. In ihm werden sie als allgemein gesellschaftliche Arbeit dargestellt; und wieweit sie sich als solche darstellen können, hĂ€ngt selbst vom Umfang ab, worin sie sich als gesellschaftliche Arbeit darstellen können, also vom Umfang der Waren, wogegen sie sich austauschen können, also von der Ausdehnung des Markts, des Handels, von der Reihe der Waren, worin sie sich als Tauschwert ausdrĂŒcken. Z. B., wĂŒrden nur 4 verschiedne Produktionszweige existieren, so wĂŒrde jeder der 4 Produzenten einen groĂen Teil seiner Produkte f ĂŒ r sich selbst produzieren. Existieren 1000de, so kann der [einzelne] sein ganzes Produkt als Ware produzieren. Es kann ganz in den Austausch eingehn. Aber Ganilh bildet sich mit den Merkantilisten ein, daĂ die WertgröĂe selbst das Produkt des Austauschs ist, wĂ€hrend es doch nur die Form des Werts ist oder die Form der Ware, die das Produkt durch den Austausch erhĂ€lt.â
cite-note-1515. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 75: âDer Schotte Macleod, in seiner Funktion, die kreuzverwirrten Vorstellungen von Lombardstreet möglichst gelehrt herauszuputzen, bildet die gelungene Synthese zwischen den aberglĂ€ubigen Merkantilisten und den aufgeklĂ€rten Freihandelshausierern.â
cite-note-1616. â Karl Marx: Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 13. Dietz Verlag, Berlin 1961, S. 46â47.
cite-note-1717. â Henry Dunning Macleod: The theory and practice of banking: with elementary principles of currency; prices; credit; and exchanges. Band 2. Longman, Brown, Green, and Longmans, London 1856, S. LXIII f., urn:nbn:de:bvb:12-bsb10291341-8 (englisch): âIn mathematical language, then, value is a function of demand; it is not a function of the cost of production. The rule that cost of production regulates value, is one of the most pestilent heresies that deform and confuse the current political economy of the day. It is the fundamental fallacy upon which the Ricardo system rests. Many casual inaccuracies of expression might be pardoned, but this vice is incurable. We have no hesitation in saying that the whole system of political economy, as laid down by Ricardo, and developed by Mr. John Stuart Mill, is utterly and radically bad. It is a constitutional and organic error, which no form of expression can amend. Political economy can never advance a single step until this arch-heresy is utterly rooted out. VALUE DOES NOT SPRING FROM THE LABOR OF THE PRODUCER, BUT FROM THE DESIRE OF THE CONSUMER [Hervorhebung im Original; d. V.]. To allege that value springs from the labor of the producer, is exactly an analogous error in political economy, to the doctrine of the fixity of the earth in astronomy.â
cite-note-1818. â Henry Dunning Macleod: The elements of political economy. Longman, Brown, Green, Longmans, and Roberts, London 1858, S. 51â52 (englisch): âIn speaking of the word VALUE, writers on Political Economy are frequently in the habit of considering it as the quality which renders objects sought after. But this is clearly an error. Political Economy has nothing to do with the reasons why people are led to desire certain objects rather than others. [âŠ] All it has to do is to accept the fact, and trace its consequences. To apply the name of Value to qualities which render any object desired, is an example of the common fallacy of giving the same name to the phenomenon, and to the cause of the phenomenon, which has been well reprehended by Mr. Mill. In the present science we must rigidly limit ourselves to the fact that persons do actually desire certain objects, and that they will give other objects, as well as their own labor, to obtain possession of them, and the quantity of these objects which they will give for any other object, is termed the Value of that object in respect of the others. By the word Value, then, we mean nothing but the exchangeable relation of objects with respect to their numerical quantities.â
cite-note-1919. â Karl Marx: Exzerpte aus Eugen DĂŒhring: Kritische Grundlegung der Volkswirthschaftslehre (Fortsetzung). In: Internationale Marx-Engels-Stiftung Amsterdam (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Gesamtausgabe (MEGA). Vierte Abteilung: Exzerpte â Notizen â Marginalien. Band 18. De Gruyter Akademie Forschung, Berlin 2019, ISBN 978-3-11-058369-4, S. 411.
cite-note-2020. â Karl Marx: Zur Kritik der politischen Oekonomie. Erstes Heft. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 13. Dietz Verlag, Berlin 1961, S. 120: âHerr Macleod verkennt, trotz seines doktrinĂ€ren DefinitionsdĂŒnkels, so sehr die elementarischsten ökonomischen VerhĂ€ltnisse, daĂ er das Geld ĂŒberhaupt entspringen lĂ€Ăt aus seiner entwickeltsten Form, der des Zahlungsmittels.â
cite-note-2121. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 98: âDer Verfasser der âObservationsâ und S.Bailey beschuldigen Ricardo, er habe den Tauschwert aus einem nur Relativen in etwas Absolutes verwandelt. Umgekehrt. Er hat die ScheinrelativitĂ€t, die diese Dinge, Diamant und Perlen z. B., als Tauschwerte besitzen, auf das hinter dem Schein verborgene wahre VerhĂ€ltnis reduziert, auf ihre RelativitĂ€t als bloĂe AusdrĂŒcke menschlicher Arbeit. Wenn die Ricardianer dem Bailey grob, aber nicht schlagend antworten, so nur, weil sie bei Ricardo selbst keinen AufschluĂ ĂŒber den inneren Zusammenhang zwischen Wert und Wertform oder Tauschwert fanden.â
cite-note-2222. â Karl Marx: Theorien ĂŒber den Mehrwert. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 26.2. Dietz Verlag, Berlin 1967, S. 161â169.
cite-note-2323. â Karl Marx: Theorien ĂŒber den Mehrwert. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 26.3. Dietz Verlag, Berlin 1968, S. 122 ff.
cite-note-2424. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 102 (Siehe FuĂnote 40. Dort verweist Marx auf sein frĂŒheres Werk "Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft" von 1859.).
cite-note-3-2525. â Michael Heinrich: Das Programm der Kritik der politischen Ăkonomie. In: Quante, Michael/Schweikard, David P. (Hrsg.): Marx-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. J. B. Metzler, Stuttgart 2016, S. 89â90.
cite-note-2626. â Karl Marx: Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 13. Dietz Verlag, Berlin 1961, S. 67â68: âDa die Arbeitszeit das immanente MaĂ der Werte ist, warum neben ihr ein anderes Ă€uĂerliches MaĂ? Warum entwickelt sich der Tauschwert zum Preis? Warum schĂ€tzen alle Waren ihren Wert in einer ausschlieĂlichen Ware, die so in das adĂ€quate Dasein des Tauschwerts verwandelt wird, in Geld? Dies war das Problem, das Gray zu lösen hatte. Statt es zu lösen, bildet er sich ein, die Waren könnten sich unmittelbar aufeinander als Produkte der gesellschaftlichen Arbeit beziehen. Sie können sich aber nur aufeinander beziehen als das, was sie sind. Die Waren sind unmittelbar Produkte vereinzelter unabhĂ€ngiger Privatarbeiten, die sich durch ihre EntĂ€uĂerung im ProzeĂ des Privataustausches als allgemeine gesellschaftliche Arbeit bestĂ€tigen mĂŒssen, oder die Arbeit auf Grundlage der Warenproduktion wird erst gesellschaftliche Arbeit durch die allseitige EntĂ€uĂerung der individuellen Arbeiten. Unterstellt Gray aber die in den Waren enthaltene Arbeitszeit als unmittelbar gesellschaftliche, so unterstellt er sie als gemeinschaftliche Arbeitszeit oder als Arbeitszeit direkt assoziierter Individuen. So könnte in der T a t eine spezifische Ware, wie Gold und Silber, den andern Waren nicht als Inkarnation der allgemeinen Arbeit gegenĂŒbertreten, der Tauschwert wĂŒrde nicht zum Preis, aber der Gebrauchswert wĂŒrde auch nicht zum Tauschwert, das Produkt wĂŒrde nicht zur Ware, und so wĂ€re die Grundlage der bĂŒrgerlichen Produktion selbst aufgehoben. Das ist aber keineswegs Grays Meinung. Die Produkte sollen als Waren produziert, aber nicht als Waren ausgetauscht werden.â
cite-note-2727. â Karl Marx: Zur Kritik der politischen Oekonomie. Erstes Heft. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 13. Dietz Verlag, Berlin 1961, S. 68â69: âHerrn Proudhon aber und seiner Schule blieb es vorbehalten, die Degradation des Geldes und die Himmelfahrt der Ware ernsthaft als Kern des Sozialismus zu predigen und damit den Sozialismus in ein elementares MiĂverstĂ€ndnis ĂŒber den notwendigen Zusammenhang zwischen Ware und Geld aufzulösen.â
cite-note-2828. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 82â83: âMan sieht es der Form allgemeiner unmittelbarer Austauschbarkeit in der Tat keineswegs an, daĂ sie eine gegensĂ€tzliche Warenform ist, von der Form nicht unmittelbarer Austauschbarkeit ebenso unzertrennlich wie die PositivitĂ€t eines Magnetpols von der NegativitĂ€t des andren. Man mag sich daher einbilden, man könne allen Waren zugleich den Stempel unmittelbarer Austauschbarkeit aufdrĂŒcken, wie man sich einbilden mag, man könne alle Katholiken zu PĂ€psten machen. FĂŒr den KleinbĂŒrger, der in der Warenproduktion das nec plus ultra menschlicher Freiheit und individueller UnabhĂ€ngigkeit erblickt, wĂ€re es natĂŒrlich sehr wĂŒnschenswert, der mit dieser Form verbundnen MiĂstĂ€nde ĂŒberhoben zu sein, namentlich auch der nicht unmittelbaren Austauschbarkeit der Waren. Die Ausmalung dieser Philisterutopie bildet Proudhons Sozialismus, der, wie ich anderswo gezeigt, nicht einmal das Verdienst der OriginalitĂ€t besitzt, vielmehr lange vor ihm von Gray, Bray und andern weit besser entwickelt wurde.â
cite-note-2929. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 101â102: âDer Geldkristall ist ein notwendiges Produkt des Austauschprozesses, worin verschiedenartige Arbeitsprodukte einander tatsĂ€chlich gleichgesetzt und daher tatsĂ€chlich in Waren verwandelt werden. Die historische Ausweitung und Vertiefung des Austausches entwickelt den in der Warennatur schlummernden Gegensatz von Gebrauchswert und Wert. Das BedĂŒrfnis, diesen Gegensatz fĂŒr den Verkehr Ă€uĂerlich darzustellen, treibt zu einer selbstĂ€ndigen Form des Warenwerts und ruht und rastet nicht, bis sie endgĂŒltig erzielt ist durch die Verdopplung der Ware in Ware und Geld. In demselben MaĂe daher, worin sich die Verwandlung der Arbeitsprodukte in Waren, vollzieht sich die Verwandlung von Ware in Geld.â
cite-note-3030. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 102: âDanach beurteile man die Pfiffigkeit des kleinbĂŒrgerlichen Sozialismus, der die Warenproduktion verewigen und zugleich den âGegensatz von Geld und Wareâ, also das Geld selbst, denn es ist nur in diesem Gegensatze, abschaffen will. Ebensowohl könnte man den Papst abschaffen und den Katholizismus bestehen lassen. Das NĂ€here hierĂŒber sieh in meiner Schrift âZur Kritik der Pol. Oekonomieâ, p.61 sqq.â
cite-note-3131. â Karl Marx: Das Kapital. Band 1, in: Marx-Engels-Werke (MEW), Band 23. Dietz-Verlag, Berlin 1972, S. 62.
cite-note-3232. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 63: âDas Geheimnis aller Wertform steckt in dieser einfachen Wertform. Ihre Analyse bietet daher die eigentliche Schwierigkeit.â
cite-note-3333. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 63: âDie Leinwand drĂŒckt ihren Wert aus im Rock, der Rock dient zum Material dieses Wertausdrucks. Die erste Ware spielt eine aktive, die zweite eine passive Rolle.â
cite-note-3434. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 63: âRelative Wertform und Ăquivalentform sind zueinander gehörige, sich wechselseitig bedingende, unzertrennliche Momente, aber zugleich einander ausschlieĂende oder entgegengesetzte Extreme, d. h. Pole desselben Wertausdrucks; sie verteilen sich stets auf die verschiedenen Waren, die der Wertausdruck aufeinander bezieht. Ich kann z. B. den Wert der Leinwand nicht in Leinwand ausdrĂŒcken. 20 Ellen Leinwand = 20 Ellen Leinwand ist kein Wertausdruck. Die Gleichung sagt vielmehr umgekehrt: 20 Ellen Leinwand sind nichts andres als 20 Ellen Leinwand, ein bestimmtes Quantum des Gebrauchsgegenstandes Leinwand. Der Wert der Leinwand kann also nur relativ ausgedrĂŒckt werden, d. h. in andrer Ware. Die relative Wertform der Leinwand unterstellt daher, daĂ irgendeine andre Ware sich ihr gegenĂŒber in der Ăquivalentform befindet. Andrerseits, diese andre Ware, die als Ăquivalent figuriert, kann sich nicht gleichzeitig in relativer Wertform befinden. Nicht sie drĂŒckt ihren Wert aus. Sie liefert nur dem Wertausdruck andrer Ware das Material. Allerdings schlieĂt der Ausdruck: 20 Ellen Leinwand = 1 Rock oder 20 Ellen Leinwand sind 1 Rock wert, auch die RĂŒckbeziehungen ein: 1 Rock = 20 Ellen Leinwand oder 1 Rock ist 20 Ellen Leinwand wert. Aber so muĂ ich doch die Gleichung umkehren, um den Wert des Rocks relativ auszudrĂŒcken, und sobald ich das tue, wird die Leinwand Ăquivalent statt des Rockes. Dieselbe Ware kann also in demselben Wertausdruck nicht gleichzeitig in beiden Formen auftreten. Diese schlieĂen sich vielmehr polarisch aus.â
cite-note-3535. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. 765â766 (deutschestextarchiv.de [abgerufen am 1. Oktober 2022]): âDenken wir uns Tauschhandel zwischen Leinwandproducent A und Rockproducent B. Bevor sie Handels einig werden, sagt A: 20 Ellen Leinwand sind 2 Röcke werth (20 Ellen Leinwand = 2 Röcke), B dagegen: 1 Rock ist 22 Ellen Leinwand werth (1 Rock = 22 Ellen Leinwand). Endlich, nachdem sie lang gemarktet, stimmen sie ĂŒberein. A sagt: 20 Ellen Leinwand sind 1 Rock werth, und B sagt: 1 Rock ist 20 Ellen Leinwand werth. Hier befinden sich beide, Leinwand und Rock, gleichzeitig in relativer Werthform und in Aequivalentform. Aber, notabene, fĂŒr zwei verschiedene Personen und in zwei verschiedenen WerthausdrĂŒcken, welche nur gleichzeitig ins Leben treten. FĂŒr A befindet sich seine Leinwand, â denn fĂŒr ihn geht die Initiative von seiner Waare aus â in relativer Werthform, die Waare des Andren, der Rock dagegen, in Aequivalentform. Umgekehrt vom Standpunkt des B. Dieselbe Waare besitzt also niemals, auch nicht in diesem Fall, die beiden Formen gleichzeitig in demselben Werthausdruck.â
cite-note-3636. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 70: âDie erste EigentĂŒmlichkeit, die bei Betrachtung der Ăquivalentform auffĂ€llt, ist diese: Gebrauchswert wird zur Erscheinungsform seines Gegenteils, des Werts.â
cite-note-3737. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 72â73.
cite-note-3838. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 72.
cite-note-3939. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 107â108: âWir sahen, wie schon in dem einfachsten Wertausdruck, x Ware A = y Ware B, das Ding, worin die WertgröĂe eines andren Dings dargestellt wird, seine Ăquivalentform unabhĂ€ngig von dieser Beziehung als gesellschaftliche Natureigenschaft zu besitzen scheint. Wir verfolgten die Befestigung dieses falschen Scheins. Er ist vollendet, sobald die allgemeine Ăquivalentform mit der Naturalform einer besondren Warenart verwachsen oder zur Geldform kristallisiert ist. Eine Ware scheint nicht erst Geld zu werden, weil die andren Waren allseitig ihre Werte in ihr darstellen, sondern sie scheinen umgekehrt allgemein ihre Werte in ihr darzustellen, weil sie Geld ist. Die vermittelnde Bewegung verschwindet in ihrem eignen Resultat und lĂ€Ăt keine Spur zurĂŒck. Ohne ihr Zutun finden die Waren ihre eigne Wertgestalt fertig vor als einen auĂer und neben ihnen existieren â den Warenkörper. Diese Dinge, Gold und Silber, wie sie aus den Eingeweiden der Erde herauskommen, sind zugleich die unmittelbare Inkarnation aller menschlichen Arbeit. Daher die Magie des Geldes. Das bloĂ atomistische Verhalten der Menschen in ihrem gesellschaftlichen ProduktionsprozeĂ und daher die von ihrer Kontrolle und ihrem bewuĂten individuellen Tun unabhĂ€ngige, sachliche Gestalt ihrer eignen ProduktionsverhĂ€ltnisse erscheinen zunĂ€chst darin, daĂ ihre Arbeitsprodukte allgemein die Warenform annehmen. Das RĂ€tsel des Geldfetischs ist daher nur das sichtbar gewordne, die Augen blendende RĂ€tsel des Warenfetischs.â
cite-note-4040. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 75: âWenn es im Eingang dieses Kapitels in der gang und gĂ€ben Manier hieĂ: Die Ware ist Gebrauchswert und Tauschwert, so war dies, genau gesprochen, falsch. Die Ware ist Gebrauchswert oder Gebrauchsgegenstand und âWertâ. Sie stellt sich dar als dies Doppelte, was sie ist, sobald ihr Wert eine eigne, von ihrer Naturalform verschiedene Erscheinungsform besitzt, die des Tauschwerts, und sie besitzt diese Form niemals isoliert betrachtet, sondern stets nur im Wert- oder AustauschverhĂ€ltnis zu einer zweiten, verschiedenartigen Ware. WeiĂ man das jedoch einmal, so tut jene Sprechweise keinen Harm, sondern dient zur AbkĂŒrzung.â
cite-note-18-4141. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 75: âUnsere Analyse bewies, daĂ die Wertform oder der Wertausdruck der Ware aus der Natur des Warenwerts entspringt, nicht umgekehrt Wert und WertgröĂe aus ihrer Ausdrucksweise als Tauschwert. Dies ist jedoch der Wahn sowohl der Merkantilisten und ihrer modernen AufwĂ€rmer, wie Ferrier, Ganilh usw., als auch ihrer Antipoden, der modernen Freihandels-Commis-Voyageurs, wie Bastiat und Konsorten. Die Merkantilisten legen das Hauptgewicht auf die qualitative Seite des Wertausdrucks, daher auf die Ăquivalentform der Ware, die im Geld ihre fertige Gestalt besitzt â die modernen Freihandelshausierer dagegen, die ihre Ware um jeden Preis losschlagen mĂŒssen, auf die quantitative Seite der relativen Wertform. FĂŒr sie existiert folglich weder Wert noch WertgröĂe der Ware auĂer in dem Ausdruck durch das AustauschverhĂ€ltnis, daher nur im Zettel des tĂ€glichen Preiskurants. Der Schotte Macleod, in seiner Funktion, die kreuzverwirrten Vorstellungen von Lombardstreet möglichst gelehrt herauszuputzen, bildet die gelungene Synthese zwischen den aberglĂ€ubigen Merkantilisten und den aufgeklĂ€rten Freihandelshausierern.â
cite-note-4242. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 75â76: âDie nĂ€here Betrachtung des im WertverhĂ€ltnis zur Ware B enthaltenen Wertausdrucks der Ware A hat gezeigt, daĂ innerhalb desselben die Naturalform der Ware A nur als Gestalt von Gebrauchswert, die Naturalform der Ware B nur als Wertform oder Wertgestalt gilt. Der in der Ware eingehĂŒllte innere Gegensatz von Gebrauchswert und Wert wird also dargestellt durch einen Ă€uĂeren Gegensatz, d. h. durch das VerhĂ€ltnis zweier Waren, worin die eine Ware, deren Wert ausgedrĂŒckt werden soll, unmittelbar nur als Gebrauchswert, die andre Ware hingegen, worin Wert ausgedrĂŒckt wird, unmittelbar nur als Tauschwert gilt. Die einfache Wertform einer Ware ist also die einfache Erscheinungsform des in ihr enthaltenen Gegensatzes von Gebrauchswert und Wert.â
cite-note-4343. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 75â76.
cite-note-4444. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 76: âDer Ausdruck in irgendwelcher Ware B unterscheidet den Wert der Ware A nur von ihrem eignen Gebrauchswert und setzt sie daher auch nur in ein AustauschverhĂ€ltnis zu irgendeiner einzelnen von ihr selbst verschiednen Warenart, statt ihre qualitative Gleichheit und quantitative ProportionalitĂ€t mit allen andren Waren darzustellen. Der einfachen relativen Wertform einer Ware entspricht die einzelne Ăquivalentform einer andren Ware. So besitzt der Rock, im relativen Wertausdruck der Leinwand, nur Ăquivalentform oder Form unmittelbarer Austauschbarkeit mit Bezug auf diese einzelne Warenart Leinwand.â
cite-note-4545. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 76: âIndes geht die einzelne Wertform von selbst in eine vollstĂ€ndigere Form ĂŒber. Vermittelst derselben wird der Wert einer Ware A zwar in nur einer Ware von andrer Art ausgedrĂŒckt. Welcher Art aber diese zweite Ware, ob Rock, ob Eisen, ob Weizen usw., ist durchaus gleichgĂŒltig. Je nachdem sie also zu dieser oder jener andren Warenart in ein WertverhĂ€ltnis tritt, entstehn verschiedne einfache WertausdrĂŒcke einer und derselben Ware. Die Anzahl ihrer möglichen WertausdrĂŒcke ist nur beschrĂ€nkt durch die Anzahl von ihr verschiedner Warenarten. Ihr vereinzelter Wertausdruck verwandelt sich daher in die stets verlĂ€ngerbare Reihe ihrer verschiednen einfachen WertausdrĂŒcke.â
cite-note-8-4646. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 76: âZ.B. bei Homer wird der Wert eines Dings in einer Reihe verschiedner Dinge ausgedrĂŒckt.â
cite-note-4747. â Apparat. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und vom Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.): Marx Engels Gesamtausgabe (MEGA). Zweite Abteilung "Das Kapital" und Vorarbeiten. Band 6. Dietz Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-320-00064-0, S. 1279.
cite-note-4848. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 77: âDer Wert einer Ware, der Leinwand z.B., ist jetzt ausgedrĂŒckt in zahllosen andren Elementen der Warenwelt. Jeder andre Warenkörper wird zum Spiegel des Leinwandwerts. So erscheint dieser Wert selbst erst wahrhaft als Gallerte unterschiedsloser menschlicher Arbeit. Denn die ihn bildende Arbeit ist nun ausdrĂŒcklich als Arbeit dargestellt, der jede andre menschliche Arbeit gleichgilt, welche Naturalform sie immer besitze und ob sie sich daher in Rock oder Weizen oder Eisen oder Gold usw. vergegenstĂ€ndliche. Durch ihre Wertform steht die Leinwand daher jetzt auch in gesellschaftlichem VerhĂ€ltnis nicht mehr zu nur einer einzelnen andren Warenart, sondern zur Warenwelt. Als Ware ist sie BĂŒrger dieser Welt. Zugleich liegt in der endlosen Reihe seiner AusdrĂŒcke, daĂ der Warenwert gleichgĂŒltig ist gegen die besondre Form des Gebrauchswerts, worin er erscheint.â
cite-note-4949. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 78: âIn der ersten Form: 20 Ellen Leinwand = 1 Rock kann es zufĂ€llige Tatsache sein, daĂ diese zwei Waren in einem bestimmten quantitativen VerhĂ€ltnisse austauschbar sind. In der zweiten Form leuchtet dagegen sofort ein von der zufĂ€lligen Erscheinung wesentlich unterschiedner und sie bestimmender Hintergrund durch. Der Wert der Leinwand bleibt gleich groĂ, ob in Rock oder Kaffee oder Eisen etc. dargestellt, in zahllos verschiednen Waren, den verschiedensten Besitzern angehörig. Das zufĂ€llige VerhĂ€ltnis zweier individueller Warenbesitzer fĂ€llt fort. Es wird offenbar, daĂ nicht der Austausch die WertgröĂe der Ware, sondern umgekehrt die WertgröĂe der Ware ihre AustauschverhĂ€ltnisse reguliert.â
cite-note-5050. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 78â79: âErstens ist der relative Wertausdruck der Ware unfertig, weil seine Darstellungsreihe nie abschlieĂt. Die Kette, worin eine Wertgleichung sich zur andern fĂŒgt, bleibt fortwĂ€hrend verlĂ€ngerbar durch jede neu auftretende Warenart, welche das Material eines neuen Wertausdrucks liefert. Zweitens bildet sie eine bunte Mosaik auseinanderfallender und verschiedenartiger WertausdrĂŒcke. Wird endlich, wie dies geschehn muĂ, der relative Wert jeder Ware in dieser entfalteten Form ausgedrĂŒckt, so ist die relative Wertform jeder Ware eine von der relativen Wertform jeder andren Ware verschiedne endlose Reihe von WertausdrĂŒcken. â Die MĂ€ngel der entfalteten relativen Wertform spiegeln sich wider in der ihr entsprechenden Ăquivalentform. Da die Naturalform jeder einzelnen Warenart hier eine besondre Ăquivalentform neben unzĂ€hligen andren besondren Ăquivalentformen ist, existieren ĂŒberhaupt nur beschrĂ€nkte Ăquivalentformen, von denen jede die andre ausschlieĂt. Ebenso ist die in jedem besondren WarenĂ€quivalent enthaltene bestimmte, konkrete, nĂŒtzliche Arbeitsart nur besondre, also nicht erschöpfende Erscheinungsform der menschlichen Arbeit. Diese besitzt ihre vollstĂ€ndige oder totale Erscheinungsform zwar in dem Gesamtumkreis jener besondren Erscheinungsformen. Aber so besitzt sie keine einheitliche Erscheinungsform.â
cite-note-5151. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 79: â[âŠ] Wenn ein Mann seine Leinwand mit vielen andren Waren austauscht und daher ihren Wert in einer Reihe von andren Waren ausdrĂŒckt, so mĂŒssen notwendig auch die vielen andren Warenbesitzer ihre Waren mit Leinwand austauschen und daher die Werte ihrer verschiednen Waren in derselben dritten Ware ausdrĂŒcken, in Leinwand.â
cite-note-5252. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 79.
cite-note-5353. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 79: âDie Waren stellen ihre Werte jetzt 1. einfach dar, weil in einer einzigen Ware und 2. einheitlich, weil in derselben Ware. Ihre Wertform ist einfach und gemeinschaftlich, daher allgemein.â
cite-note-5454. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 80: âDie neugewonnene Form drĂŒckt die Werte der Warenwelt in einer und derselben von ihr abgesonderten Warenart aus, z. B. in Leinwand, und stellt so die Werte aller Waren dar durch ihre Gleichheit mit Leinwand. Als Leinwandgleiches ist der Wert jeder Ware jetzt nicht nur von ihrem eignen Gebrauchswert unterschieden, sondern von allem Gebrauchswert, und ebendadurch als das ihr mit allen Waren Gemeinsame ausgedrĂŒckt. Erst diese Form bezieht daher wirklich die Waren aufeinander als Werte oder lĂ€Ăt sie einander als Tauschwerte erscheinen.â
cite-note-5555. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 80: âDie beiden frĂŒheren Formen drĂŒcken den Wert je einer Ware, sei es in einer einzigen verschiedenartigen Ware, sei es in einer Reihe vieler von ihr verschiednen Waren aus. Beidemal ist es sozusagen das PrivatgeschĂ€ft der einzelnen Ware, sich eine Wertform zu geben, und sie vollbringt es ohne Zutun der andren Waren. Diese spielen ihr gegenĂŒber die bloĂ passive Rolle des Ăquivalents. Die allgemeine Wertform entsteht dagegen nur als gemeinsames Werk der Warenwelt. Eine Ware gewinnt nur allgemeinen Wertausdruck, weil gleichzeitig alle andren Waren ihren Wert in demselben Ăquivalent ausdrĂŒcken, und jede neu auftretende Warenart muĂ das nachmachen.â
cite-note-5656. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 80â81: âEs kommt damit zum Vorschein, daĂ die WertgegenstĂ€ndlichkeit der Waren, weil sie das bloĂ âgesellschaftliche Daseinâ dieser Dinge ist, auch nur durch ihre allseitige gesellschaftliche Beziehung ausgedrĂŒckt werden kann, ihre Wertform daher gesellschaftlich gĂŒltige Form sein muĂ.â
cite-note-5757. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 81: âIn der Form von Leinwandgleichen erscheinen jetzt alle Waren nicht nur als qualitativ Gleiche, Werte ĂŒberhaupt, sondern zugleich als quantitativ vergleichbare WertgröĂen. Weil sie ihre WertgröĂen in einem und demselben Material, in Leinwand bespiegeln, spiegeln sich diese WertgröĂen wechselseitig wider. Z.B. 10 Pfd. Tee = 20 Ellen Leinwand, und 40 Pfd. Kaffee = 20 Ellen Leinwand. Also 10 Pfd. Tee = 40 Pfd. Kaffee. Oder in 1 Pfd. Kaffee steckt nur 1/4 soviel Wertsubstanz, Arbeit, als in 1 Pfd. Tee.â
cite-note-5858. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedriche Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 81: âDie allgemeine relative Wertform der Warenwelt drĂŒckt der von ihr ausgeschlossenen Ăquivalentware, der Leinwand, den Charakter des allgemeinen Ăquivalents auf. Ihre eigne Naturalform ist die gemeinsame Wertgestalt dieser Welt, die Leinwand daher mit allen andren Waren unmittelbar austauschbar. Ihre Körperform gilt als die sichtbare Inkarnation, die allgemeine gesellschaftliche Verpuppung aller menschlichen Arbeit. Die Weberei, die Privatarbeit, welche Leinwand produziert, befindet sich zugleich in allgemein gesellschaftlicher Form, der Form der Gleichheit mit allen andren Arbeiten. Die zahllosen Gleichungen, woraus die allgemeine Wertform besteht, setzen der Reihe nach die in der Leinwand verwirklichte Arbeit jeder in andrer Ware enthaltenen Arbeit gleich und machen dadurch die Weberei zur allgemeinen Erscheinungsform menschlicher Arbeit ĂŒberhaupt. So ist die im Warenwert vergegenstĂ€ndlichte Arbeit nicht nur negativ dargestellt als Arbeit, worin von allen konkreten Formen und nĂŒtzlichen Eigenschaften der wirklichen Arbeiten abstrahiert wird. Ihre eigne positive Natur tritt ausdrĂŒcklich hervor. Sie ist die Reduktion aller wirklichen Arbeiten auf den ihnen gemeinsamen Charakter menschlicher Arbeit, auf die Verausgabung menschlicher Arbeitskraft.â
cite-note-10-5959. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 80: âDiese Form kommt offenbar praktisch nur vor in den ersten AnfĂ€ngen, wo Arbeitsprodukte durch zufĂ€lligen und gelegentlichen Austausch in Waren verwandelt werden.â
cite-note-11-6060. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 80: âDie entfaltete Wertform kommt zuerst tatsĂ€chlich vor, sobald ein Arbeitsprodukt, Vieh z. B., nicht mehr ausnahmsweise, sondern schon gewohnheitsmĂ€Ăig mit verschiednen andren Waren ausgetauscht wird.â
cite-note-0-6161. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 82.
cite-note-6262. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 83.
cite-note-6363. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 83: âDie allgemeine Ăquivalentform ist eine Form des Werts ĂŒberhaupt. Sie kann also jeder Ware zukommen. Andrerseits befindet sich eine Ware nur in allgemeiner Ăquivalentform (Form III), weil und sofern sie durch alle andren Waren als Ăquivalent ausgeschlossen wird. Und erst vom Augenblick, wo diese AusschlieĂung sich endgĂŒltig auf eine spezifische Warenart beschrĂ€nkt, hat die einheitliche relative Wertform der Waren weit objektive Festigkeit und allgemein gesellschaftliche GĂŒltigkeit gewonnen.â
cite-note-6464. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 84: âEs finden wesentliche VerĂ€nderungen statt beim Ăbergang von Form I zu Form II, von Form II zu Form III. Dagegen unterscheidet Form IV sich durch nichts von Form III, auĂer daĂ jetzt statt Leinwand Gold die allgemeine Ăquivalentform besitzt. Gold bleibt in Form IV, was die Leinwand in Form III war â allgemeines Ăquivalent. Der Fortschritt besteht nur darin, daĂ die Form unmittelbarer allgemeiner Austauschbarkeit oder die allgemeine Ăquivalentform jetzt durch gesellschaftliche Gewohnheit endgĂŒltig mit der spezifischen Naturalform der Ware Gold verwachsen ist.â
cite-note-6565. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 84: âGold tritt den andren Waren nur als Geld gegenĂŒber, weil es ihnen bereits zuvor als Ware gegenĂŒberstand. Gleich allen andren Waren funktionierte es auch als Ăquivalent, sei es als einzelnes Ăquivalent in vereinzelten Austauschakten, sei es als besondres Ăquivalent neben andren WarenĂ€quivalenten. Nach und nach funktionierte es in engeren oder weiteren Kreisen als allgemeines Ăquivalent. Sobald es das Monopol dieser Stelle im Wertausdruck der Warenwelt erobert hat, wird es Geldware, und erst von dem Augenblick, wo es bereits Geldware geworden ist, unterscheidet sich Form IV von Form III, oder ist die allgemeine Wertform verwandelt in die Geldform.â
cite-note-6666. â Karl Marx: Das Kapital. Band 1, in: Marx-Engels-Werke (MEW), Band 23. Dietz-Verlag, Berlin 1972, S. 84.
cite-note-32-6767. â Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 11â12.
cite-note-6868. â Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ăkonomie. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 42. Dietz Verlag, Berlin 1983, S. 76: âAls Wert ist jede Ware gleichmĂ€Ăig teilbar; in ihrem natĂŒrlichen Dasein ist sie es nicht. Als Wert bleibt sie dieselbe, wie viele Metamorphosen und Existenzformen sie auch durchlĂ€uft; [âŠ].â
cite-note-42-6969. â Heinz Abend/Wolfgang MĂŒller: Zu Marxâ Geldtheorie in den "Grundrissen der Kritik der politischen Ăkonomie". In: Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (Hrsg.): Hallesche ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung. Nr. 9. Halle/Saale 1979, S. 55â56.
cite-note-7070. â Heinz Abend/Wolfgang MĂŒller: Zu Marxâ Geldtheorie in den "Grundrissen der Kritik der politischen Ăkonomie". In: Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (Hrsg.): Hallesche ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung. Nr. 9. Halle/Saale 1979, S. 58â59.
cite-note-7171. â Karl Marx: Grundrisse. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 42. Dietz Verlag, Berlin 1983, S. 134â135.
cite-note-7272. â Karl Marx: Grundrisse. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 42. Dietz Verlag, Berlin 1983, S. 134â135: âDie UmstĂ€nde, unter denen ein VerhĂ€ltnis zuerst vorkommt, zeigten uns dasselbe aber keineswegs, weder in seiner Reinheit noch in seiner TotalitĂ€t. Ein Produkt, als Tauschwert gesetzt, ist wesentlich nicht mehr als einfaches bestimmt; es ist in einer von seiner natĂŒrlichen QualitĂ€t verschiednen gesetzt; es ist als VerhĂ€ltnis gesetzt, und zwar dies VerhĂ€ltnis allgemein, nicht zu einer Ware, sondern zu jeder Ware, zu jedem möglichen Produkt. Es drĂŒckt also ein allgemeines VerhĂ€ltnis aus; das Produkt, das sich zu sich als der Realisation eines bestimmten Quantums der allgemeinen Arbeit, der gesellschaftlichen Arbeitszeit verhĂ€lt und insofern das Ăquivalent fĂŒr jedes andre Produkt in dem in seinem Tauschwert ausgedrĂŒckten VerhĂ€ltnis ist. Der Tauschwert unterstellt die gesellschaftliche Arbeit als die Substanz aller Produkte, ganz abgesehn von ihrer NatĂŒrlichkeit. Es kann nichts ein VerhĂ€ltnis ausdrĂŒcken, ohne sich zu einem zu verhalten; und kein allgemeines VerhĂ€ltnis, ohne sich zu einem allgemeinen zu verhalten. Da die Arbeit Bewegung ist, ist die Zeit ihr natĂŒrliches MaĂ. Der barter in seiner rohsten Form unterstellt die Arbeit als Substanz und die Arbeitszeit als MaĂ der Waren; was dann auch heraustritt, sobald er regularisiert, kontinuierlich wird, er in sich selbst die wechselseitigen Bedingungen seiner Erneurung enthalten soll.â
cite-note-39-7373. â Michael Heinrich: Das Programm der Kritik der politischen Ăkonomie. In: Michael Quante/David P. Schweikard (Hrsg.): Marx-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. J. B. Metzler, Stuttgart 2016, S. 80.
cite-note-7474. â Heinz Abend/Wolfgang MĂŒller: Zu Marxâ Geldtheorie in den "Grundrissen der Kritik der politischen Ăkonomie". In: Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (Hrsg.): Hallesche ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung. Nr. 9. Halle/Saale 1979, S. 57â59.
cite-note-7575. â Thomas Marxhausen: Die Entwicklung des Begriffs "Fetischismus" bei Marx. In: Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (Hrsg.): Hallesche ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung. Nr. 22. Halle/Saale 1988, S. 63â64.
cite-note-7676. â Karl Marx: Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 13. Dietz Verlag, Berlin 1961, S. 25 ff.
cite-note-4-7777. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. 15â34 (deutschestextarchiv.de).
cite-note-7878. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. 764â784 (deutschestextarchiv.de).
cite-note-7979. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Band. Buch I: Der ProduktionsprozeĂ des Kapitals. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 23. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 62â85 (Auf der Zweitauflage beruht die vierte Auflage, welche die Grundlage fĂŒr MEW 23 ist.).
cite-note-8080. â Karl Marx: Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 13. Dietz Verlag, Berlin 1961, S. 26.
cite-note-8181. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. 45 ff. (deutschestextarchiv.de).
cite-note-7-8282. â Karl Marx: Marx an Engels in Manchester, 22. Juni 1867. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 31. Dietz Verlag, Berlin 1965, S. 306: âWas die Entwicklung der Wertform betrifft, so habe ich Deinen Rat befolgt und nicht befolgt, um mich auch in dieser Hinsicht dialektisch zu verhalten. D. h., ich habe 1. einen Anhang geschrieben, worin ich dieselbe Sache so einfach als möglich und so schulmeisterlich als möglich darstelle, und 2. nach Deinem Rat jeden Fortschrittssatz in § § etc., mit eignen Ăberschriften eingeteilt. In der Vorrede sage ich dann dem ânichtdialektischenâ Leser, daĂ er Seite x - y ĂŒberschlagen und statt dessen den Anhang lesen soll. Es handelt sich hier nicht nur um Philister, sondern um die wissenslustige Jugend usw. AuĂerdem ist die Sache zu entscheidend fĂŒr das ganze Buch. Die Herrn Ăkonomen haben bisher das höchst Einfache ĂŒbersehn, daĂ die Form: 20 Ellen Leinwand = 1 Rock nur die unentwickelte Basis von 20 Ellen Leinwand = 2 Pfd. St., daĂ also die einfachste Warenform, worin ihr Wert noch nicht als VerhĂ€ltnis zu allen andern Waren, sondern nur als Unterschiednes von ihrer eignen Naturalform ausgedrĂŒckt ist, das ganze Geheimnis der Geldform und damit, in nuce, aller bĂŒrgerlichen Formen des Arbeitsprodukts enthĂ€lt. Die Schwierigkeit der Entwicklung habe ich in der ersten Darstellung (Duncker) [= Zur Kritik der Politischen Oekonomie. Erstes Heft (1859); d. V.] dadurch vermieden, daĂ ich die eigentliche Analyse des Wertausdrucks erst gebe, sobald er entwickelt, als Geldausdruck, erscheint.â
cite-note-8383. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. VIIâVIII (deutschestextarchiv.de): âAller Anfang ist schwer, gilt in jeder Wissenschaft. Das VerstĂ€ndniss des ersten Kapitels, namentlich des Abschnitts, der die Analyse der Waare enthĂ€lt, wird daher die meiste Schwierigkeit machen. Was nun nĂ€her die Analyse der Werthsubstanz und der Werthgrösse betrifft, so habe ich sie möglichst popularisirt. Anders mit der Analyse der Werthform. Sie ist schwerverstĂ€ndlich, weil die Dialektik viel schĂ€rfer ist als in der ersten Darstellung. Ich rathe daher dem nicht durchaus in dialektisches Denken eingewohnten Leser, den Abschnitt von p. 15 (Zeile 19 von oben) bis Ende p. 34 ganz zu ĂŒberschlagen, und statt dessen den dem Buch zugefĂŒgten Anhang: âDie Werthformâ zu lesen. Dort wird versucht, die Sache so einfach und selbst so schulmeisterlich darzustellen, als ihre wissenschaftliche Fassung erlaubt. Nach Beendigung des Anhangs kann der Leser dann im Text wieder fortfahren mit p. 35.â
cite-note-8484. â Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 11.
cite-note-23-8585. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 221â222.
cite-note-8686. â Hans-Georg Backhaus: Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur marxschen Ăkonomiekritik. 3. Auflage. ça ira, Freiburg/Wien 2018, S. 212.
cite-note-8787. â Friedrich Engels: [Konspekt ĂŒber] âDas Kapitalâ von Karl Marx. Erster Band. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 16. Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 245â246.
cite-note-8888. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. 33 (deutschestextarchiv.de): âIndess ist auf unserm jetzigen Standpunkt das allgemeine Aequivalent noch keineswegs verknöchert. Wie wurde in der That die Leinwand in das allgemeine Aequivalent verwandelt? Dadurch, dass sie ihren Werth erst in einer einzelnen Waare (Form I), dann in allen andern Waaren der Reihe nach relativ darstellte (Form II), und so rĂŒckbezĂŒglich alle andern Waaren in ihr ihre Werthe relativ darstellten (Form III). Der einfache relative Werthausdruck war der Keim, woraus sich die allgemeine Aequivalentform der Leinwand entwickelte. Innerhalb dieser Entwicklung Ă€ndert sie die Rolle. Sie beginnt damit, ihre Werthgrösse in einer andern Waare darzustellen und endet damit zum Material fĂŒr den Werthausdruck aller andern Waaren zu dienen. Was von der Leinwand, gilt von jeder Waare.â
cite-note-8989. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. 34: âAber jede dieser Gleichungen rĂŒckbezogen ergiebt Rock, Kaffee, Thee u. s. w. als allgemeines Aequivalent, daher den Werthausdruck in Rock, Kaffee, Thee u. s. w. als allgemeine relative Werthform aller andern Waaren. Die allgemeine Aequivalentform kommt immer nur einer Waare zu im Gegensatz zu allen andern Waaren; aber sie kommt jeder Waare im Gegensatz zu allen andern zu. Stellt aber jede Waare ihre eigne Naturalform allen andern Waaren gegenĂŒber als allgemeine Aequivalentform, so schliessen alle Waaren alle von der allgemeinen Aequivalentform aus und daher sich selbst von der gesellschaftlich gĂŒltigen Darstellung ihrer Werthgrössen.â
cite-note-9-9090. â Rolf Hecker/Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 17.
cite-note-9191. â Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 8â9.
cite-note-5-9292. â Karl Marx: Marx an Engels in Manchester, 3. Juni 1867. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 31. Dietz Verlag, Berlin 1965, S. 301: âWarum Bogen 10 und 11 Dir nicht zugehn, ĂŒberhaupt nicht mehr die Revisionen, ersiehst Du aus einliegendem Zettel Wigands. Dagegen erhĂ€ltst Du die 5 ersten Abziehbogen, die mir zugegangen sind. Du kannst sie about 8 â 10 Tage halten, muĂt mir dann aber auch Deine Ansicht genau mitteilen, welche Punkte in der Darstellung der Wertform speziell fĂŒr den Philister im Nachtrag zu popularisieren sind.â
cite-note-6-9393. â Friedrich Engels: Engels an Marx in London, 16. Juni 1867. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Karl Marx Friedrich Engels Werke (MEW). Band 31. Dietz Verlag, Berlin 1965, S. 303: âIch bin seit 8 Tagen durch allerlei Krakeel mit Monsieur Gottfried und andre derartige Geschichten und Störungen so derangiert worden, daĂ ich nur selten zum Studium der Wertform Ruhe hatte. Sonst hĂ€tte ich Dir die Bogen lĂ€ngst zurĂŒckgeschickt. Bogen 2 namentlich trĂ€gt ein etwas gedrĂŒcktes KarbunkelgeprĂ€ge, das ist aber nun nicht mehr zu Ă€ndern, und ich meine, Du machst im Nachtrag weiter nichts darĂŒber, denn der Philister ist doch an diese Art abstrakten Denkens nicht gewöhnt und wird sie sich der Wertform zu Gefallen sicher nicht anquĂ€len. Höchstens wĂŒrde das hier dialektisch Gewonnene etwas weitlĂ€ufiger historisch nachzuweisen, sozusagen aus der Geschichte die Probe darauf zu machen sein, obgleich dafĂŒr das Nötigste auch schon gesagt ist; Du hast aber soviel Material darĂŒber, daĂ Du gewiĂ noch einen ganz guten Exkurs darĂŒber machen kannst, der dem Philister auf historischem Wege die Notwendigkeit der Geldbildung und den dabei stattfindenden ProzeĂ nachweist. Du hast den groĂen Fehler begangen, den Gedankengang dieser abstrakteren Entwicklungen nicht durch mehr kleine Unterabteilungen und SeparatĂŒberschriften anschaulich zu machen. Diesen Teil hĂ€ttest Du behandeln sollen in der Art, wie die Hegelsche EnzyklopĂ€die, mit kurzen Paragraphen, jeden dialektischen Ăbergang durch besondre Ăberschrift hervorgehoben und womöglich alle Exkurse und bloĂen Illustrationen mit besondrer Schrift gedruckt. Das Ding wĂŒrde etwas schulmeisterlich ausgesehen haben, das VerstĂ€ndnis fĂŒr eine sehr groĂe Klasse Leser aber wesentlich erleichtert worden sein. Der populus, selbst der gelehrte, ist eben an diese Art zu denken gar nicht mehr gewöhnt, und man muĂ ihnen da jede mögliche Erleichterung zukommen lassen.â
cite-note-9494. â Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprocess des Kapitals. 1. Auflage. Otto Meissner, Hamburg 1867, S. VII-VIII: âAller Anfang ist schwer, gilt in jeder Wissenschaft. Das VerstĂ€ndniss des ersten Kapitels, namentlich des Abschnitts, der die Analyse der Waare enthĂ€lt, wird daher die meiste Schwierigkeit machen. Was nun nĂ€her die Analyse der Werthsubstanz und der Werthgrösse betrifft, so habe ich sie möglichst popularisirt. Anders mit der Analyse der Werthform. Sie ist schwerverstĂ€ndlich, weil die Dialektik viel schĂ€rfer ist als in der ersten Darstellung. Ich rathe daher dem nicht durchaus in dialektisches Denken eingewohnten Leser, den Abschnitt von p. 15 (Zeile 19 von oben) bis Ende p. 34 ganz zu ĂŒberschlagen, und statt dessen den dem Buch zu gefĂŒgten Anhang: âDie Werthformâ zu lesen. Dort wird versucht, die Sache so einfach und selbst so schulmeisterlich darzustellen, als ihre wissenschaftliche Fassung erlaubt. Nach Beendigung des Anhangs kann der Leser dann im Text wieder fortfahren mit p. 35.â
cite-note-33-9595. â Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 17â18.
cite-note-9696. â Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 14.
cite-note-14-9797. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 226â227.
cite-note-9898. â Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 22â23.
cite-note-9999. â Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 20â22.
cite-note-12-100100. â Johann Most: Kapital und Arbeit. Ein populĂ€rer Auszug aus âDas Kapitalâ von Karl Marx. Zweite verbesserte Auflage. In: Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 206.
cite-note-13-101101. â Johann Most: Kapital und Arbeit. Ein populĂ€rer Auszug aus âDas Kapitalâ von Karl Marx. Zweite verbesserte Auflage. In: Rolf Hecker, Ingo StĂŒtzle (Hrsg.): Karl Marx. Das Kapital 1.5. Die Wertform. Drucke â Manuskripte. 2. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2018, S. 207.
cite-note-102102. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 126.
cite-note-103103. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 126â128.
cite-note-104104. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 212.
cite-note-105105. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 111, 212â213, 215.
cite-note-106106. â Masao Oguro: Zur theoretischen Bedeutung der âWertformâ im âKapitalâ von Karl Marx. In: ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung. Nr. 18. Halle an der Saale 1986, S. 23 (Es handelt sich um ein Manuskript eines Vortrages, den Masao Oguro am 18.05.1984 an der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg hielt.): âIn Japan hat die Wertformanalyse â besonders nach dem 2. Weltkrieg â sehr hĂ€ufig zur Diskussion gestanden. Ăber 200 BĂŒcher oder Artikel wurden nur darĂŒber geschrieben. Seit etwa zehn Jahren wird dieses Problem erneut sehr viel diskutiert. Dadurch wird das VerstĂ€ndnis der Wertformanalyse in Japan noch vertieft.â
cite-note-15-107107. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 220.
cite-note-108108. â Joseph Alois Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. 10. Auflage. Narr Francke Attempto Verlag, TĂŒbingen 2020, S. 27 (Erstausgabe: 1946): âMehrere Autoren [âŠ] mĂŒssen auĂerhalb der Betrachtung bleiben, ebenso wie alles, was nicht direkt zum Hauptargument gehört, so zum Beispiel Marxens ausgesprochen schwache Leistung auf dem Gebiet des Geldes, wo es ihm nicht gelungen ist, an den Ricardianischen Standard heranzukommen.â
cite-note-109109. â Joseph Alois Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. 10. Auflage. Narr Francke Attempto Verlag, TĂŒbingen 2020, S. 49â50 (Erstausgabe: 1946).
cite-note-110110. â Klaus Holzkamp: Die historische Methode des wissenschaftlichen Sozialismus und ihre Verkennung durch J. Bischoff. In: Das Argument. Nr. 84, 1974, S. 1â75.
cite-note-16-111111. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 226.
cite-note-112112. â Michael Heinrich: Kritik der politischen Ăkonomie. Eine EinfĂŒhrung in âDas Kapitalâ von Karl Marx. 14. Auflage. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2018, S. 54â55.
cite-note-113113. â Holger Wendt: Der lange Marsch der âNeuen MarxlektĂŒreâ. Essen, S. 15 ff., 46 ff.
cite-note-114114. â Klaus MĂŒller: Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 95â187.
cite-note-115115. â Michael Heinrich: Kritik der politischen Ăkonomie. Eine EinfĂŒhrung in âDas Kapitalâ von Karl Marx. 14. Auflage. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2018, S. 54â55, 62 (FuĂnote 15).
cite-note-116116. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 110, 218â220.
cite-note-117117. â Michael Heinrich: Kritik der politischen Ăkonomie. Eine EinfĂŒhrung in âDas Kapitalâ von Karl Marx. 14. Auflage. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2018, S. 27â28, 55.
cite-note-118118. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 110, 132â133, 218â219.
cite-note-119119. â Hans-Georg Backhaus: Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur Marxschen Ăkonomiekritik. ça ira, Freiburg i. Br. 1997, S. 41â43.
cite-note-120120. â Wladimir Iljitsch Lenin: Konspekt zu Hegels âWissenschaft der Logikâ. In: Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (Hrsg.): Lenin. Werke. 1. Auflage. Band 38. Dietz Verlag, Berlin 1964, S. 170: âMan kann das âKapitalâ von Marx und besonders das I. Kapitel nicht vollstĂ€ndig begreifen, ohne die ganze Logik von Hegel durchstudiert und begriffen zu haben. Folglich hat nach einem halben Jahrhundert nicht ein Marxist Marx begriffen!!â
cite-note-22-121121. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 111.
cite-note-17-122122. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 224â225.
cite-note-123123. â Frank Beckenbach: Zwischen Gleichgewicht und Krise. Zur Konstitution einer Geldökonomie. Haag und Herchen, Frankfurt (Main) 1987.
cite-note-124124. â Hachiro Masaki: Marxsche Wertformtheorie als notwendige Kombination zweier Methoden. In: Osaka City University Economic Review. Nr. 21, 1986, S. 19â41.
cite-note-125125. â Wolfgang Endemann: Einleitung. In: Wolfgang Endemann (Hrsg.): Karl Marx. Mathematische Manuskripte. Scriptor Verlag, Kronberg Taunus 1974.
cite-note-126126. â Werner Becker: Kritik der Marxschen Wertlehre. Die methodische IrrationalitĂ€t der ökonomischen Basistheorien des Kapitals. Hoffmann und Campe, Hamburg 1972.
cite-note-127127. â Eugen von Böhm-Bawerk: Zum Abschluss des Marxschen Systems. In: Otto Freiherr von Boenigk (Hrsg.): Staatswissenschaftliche Arbeiten. Festgaben fĂŒr Karl Knies zur fĂŒnfundsiebzigsten Wiederkehr seines Geburtstages. In dankbarer Verehrung dargebracht von Professor Dr. Eugen v. Böhm-Bawerk in Wien et alii. Verlag von O. Haering, Berlin 1896, S. 161: âSo ist die Logik und die Methodik beschaffen mit welcher Marx seinen Fundamentalsatz von der Arbeit als alleinige Grundlage des Wertes in sein System einfĂŒhrt. Ich halte es fĂŒr vollkommen ausgeschlossen, daĂ dieser dialektische Hokuspokus fĂŒr Marx selbst Grund und Quelle der Ăberzeugung war. Ein Denker vom Range Marxâ â und ich schĂ€tze ihn fĂŒr eine Denkkraft allerersten Ranges â hĂ€tte, wenn es sich fĂŒr ihn darum gehandelt hĂ€tte, seine eigene Ăberzeugung erst zu bilden und den thatsĂ€chlichen Zusammenhang der Dinge wirklich erst mit freiem, unparteiischem Blick zu suchen, ganz unmöglich von Haus aus auf einem derart gekrĂŒmmten und naturwidrigen Wege suchen, er hĂ€tte ganz unmöglich aus bloĂem unglĂŒcklichen Zufall in alle die geschilderten logischen und methodischen Fehler der Reihe nach hineintappen und als naturwĂŒchsiges, nicht vorausgewuĂtes und vorausgewolltes Ergebnis eines solchen Forschungsweges die These von der Arbeit als alleiniger Wertquelle heimbringen können.â
cite-note-38-128128. â Hans-Georg Backhaus: Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur Marxschen Ăkonomiekritik. ça ira, Freiburg i. Br. 1997, S. 41.
cite-note-129129. â Hans-Georg Backhaus: Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur Marxschen Ăkonomiekritik. ça ira-Verlag, Freiburg i. Br. 1997, S. 43 ff.
cite-note-130130. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 222â224.
cite-note-131131. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 228.
cite-note-132132. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 233â240.
cite-note-133133. â Michael Heinrich: Kritik der politischen Ăkonomie. Eine EinfĂŒhrung in âDas Kapitalâ von Karl Marx. 14. Auflage. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2018, S. 67â69.
cite-note-134134. â Michael Heinrich: Was ist die Werttheorie noch Wert? Zur neueren Debatte um das Transformationsproblem und die Marxsche Werttheorie. In: PROKLA. Zeitschrift fĂŒr politische Ăkonomie und sozialistische Politik. Band 18, Nr. 72. Rotbuch Verlag, 1988, S. 15â38 (prokla.de).
cite-note-135135. â Nobuo Okishio: Ein mathematischer Kommentar zu Marxschen Theoremen (1963). In: H. G. Nutzinger, E. Wolfstetter (Hrsg.): Die Marxsche Theorie und ihre Kritik. Eine Textsammlung zur Kritik der Politischen Ăkonomie. Band 2. Herder & Herder, Frankfurt am Main/New York 1974, S. 39â53.
cite-note-136136. â Michio Morishima: Marxâs Economics. A dual theory of value and growth. Cambridge University Press, Cambridge 1973.
cite-note-137137. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 274.
cite-note-138138. â Ian Steedman: Marx after Sraffa. NLB, London 1977.
cite-note-139139. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 274â275.
cite-note-140140. â Johannes Berger: Ist die Marxsche Werttheorie eine Preistheorie? In: Leviathan. Berliner Zeitschrift fĂŒr Sozialwissenschaft. Band 7, Nr. 4. Nomos, Baden-Baden 1979, S. 560â565.
cite-note-141141. â Heiner GanĂmann: Marx ohne Arbeitswerttheorie? In: Leviathan. Berliner Zeitschrift fĂŒr Sozialwissenschaft. Band 11, Nr. 3. Nomos, Baden-Baden 1983, S. 394â412.
cite-note-142142. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 8. Auflage. WestfĂ€lisches Dampfboot, MĂŒnster 2020, S. 277.
cite-note-143143. â Michael R. KrĂ€tke: Kritik der politischen Ăkonomie heute. Hamburg 2017, S. 13.
cite-note-144144. â Michael R. KrĂ€tke: Kritik der politischen Ăkonomie heute. Hamburg 2017, S. 79.
cite-note-145145. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band, 1. Aufl. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA). Band II.5. Berlin 1983, S. 43.
cite-note-146146. â Wolfgang F. Haug: Das Kapital lesen. Aber wie? Materialien zur Philosophie und Epistemologie der marxschen Kapitalismuskritik. Hamburg 2013, S. 183.
cite-note-147147. â Stephan KrĂŒger, Klaus MĂŒller: Das Geld im 21. Jahrhundert. Die AktualitĂ€t der Marxschen Wert- und Geldtheorie. Köln 2020, S. 52.
cite-note-148148. â Wolfgang F. Haug: Neue Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins âKapitalâ. Hamburg 2006, S. 44.
cite-note-149149. â Holger Wendt: Der lange Marsch der "Neuen Marx-LektĂŒre". Essen, S. 48.
cite-note-150150. â Georg Quaas: Die ökonomische Theorie von Karl Marx. Marburg 2016, S. 115.
cite-note-151151. â Rolf Hecker: Springpunkte. BeitrĂ€ge zur Marx-Forschung und âKapitalâ-Diskussion. Berlin 2018, S. 266.
cite-note-152152. â Stephan KrĂŒger, Klaus MĂŒller: Das Geld im 21. Jahrhundert. Die AktualitĂ€t der Marxschen Wert-und Geldtheorie. Köln 2020, S. 54.
cite-note-153153. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 101 f.
cite-note-154154. â Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ăkonomie. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 13. Berlin 1961, S. 36.
cite-note-155155. â Karl Marx: Das Kapital âErster Bandâ. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 62.
cite-note-156156. â Stephan KrĂŒger, Klaus MĂŒller: Das Geld im 21. Jahrhundert. Die AktualitĂ€t der Marxschen Wert- und Geldtheorie. Köln 2020, S. 55.
cite-note-157157. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 53, 55, 61, 85.
cite-note-158158. â Klaus MĂŒller: Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 104â162.
cite-note-159159. â Klaus Steinitz: Vom Naturalgeld zur Griechenlandkrise. Neues Deutschland, Berlin 19. August 2015, S. 17.
cite-note-160160. â David Graeber: Schulden. Stuttgart 2012, S. 29, 31.
cite-note-161161. â Klaus MĂŒller: Das Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 101.
cite-note-162162. â Klaus Holzkamp: Grundlagen der Psychologie. Frankfurt/Main 1985, S. 50.
cite-note-163163. â Wolfgang F. Haug: Das Kapital lesen. Aber wie? Hamburg 2013, S. 184.
cite-note-164164. â Klaus MĂŒller: Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 108.
cite-note-165165. â Karl Marx: Das Kapital. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 103.
cite-note-166166. â Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ăkonomie. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 42. Berlin 1983, S. 134.
cite-note-167167. â Klaus MĂŒller: Auf Abwegen. Von der Kunst der Ăkonomen, ich selbst zu tĂ€uschen. Köln 2019, S. 232.
cite-note-168168. â Yuval N. Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit. MĂŒnchen 2013, S. 33, 51 f., 66.
cite-note-169169. â Yuval N. Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit. MĂŒnchen 2013, S. 869.
cite-note-170170. â Hans Radandt et al.: Handbuch Wirtschaftsgeschichte,. Band 1. Berlin 1981, S. 276.
cite-note-171171. â Waltraud Sperlich: Alles Mythos! 20 populĂ€re IrrtĂŒmer ĂŒber die Steinzeit. Darmstadt 2013, S. 154 f.
cite-note-172172. â Waltraud Sperlich: Alles Mythos. 20 populĂ€re IrrtĂŒmer ĂŒber die Steinzeit. Darmstadt 2013, S. 157 f.
cite-note-173173. â Hans Radandt et al.: Handbuch Wirtschaftsgeschichte. Band 1. Berlin 1981, S. 270 ff., 275 ff.
cite-note-174174. â Heinz GrĂŒnert et al.: Geschichte der Urgesellschaft. Berlin 1982, S. 185, 192, 314.
cite-note-175175. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke. Band 23. Berlin 1972, S. 77.
cite-note-176176. â Klaus MĂŒller: Das Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 133, 135.
cite-note-177177. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 103.
cite-note-178178. â Erich Leverkus: Freier Tausch und fauler Zauber. Frankfurt/Main 1990, S. 30.
cite-note-179179. â Julius E. Lips: Vom Ursprung der Dinge. Leipzig 1951.
cite-note-180180. â Hans Radandt et al.: Handbuch Wirtschaftsgeschichte. Band 1. Berlin 1981, S. 335 ff.
cite-note-181181. â Klaus MĂŒller: Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 144â153.
cite-note-182182. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 83.
cite-note-183183. â Karl Marx: Das Kapital, Band 1. In: Marx-Engels-Werke. Band 23. Dietz-Verlag, Berlin 1972, S. 84.
cite-note-184184. â Karl Marx: Theorien ĂŒber den Mehrwert, Dritter Teil. In: Marx-Engels-Werke. Band 26.3. Dietz-Verlag, Berlin 1968, S. 131.
cite-note-185185. â Wolfgang F. Haug: Das âKapitalâ lesen. Aber wie? Materialien zur Philosophie und Epistemologie der marxschen Kapitalismuskritik. Hamburg 2013, S. 141.
cite-note-186186. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke. Band 23. Berlin 1972, S. 104.
cite-note-187187. â Georg Quaas: Die vierte Wertform. Anmerkungen zu einer genialen Idee. In: Erhard Crome, Udo Tietz (Hrsg.): Dialektik, Arbeit, Gesellschaft. Festschrift fĂŒr Peter Ruben. Potsdam 2013, S. 139â149.
cite-note-188188. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 84.
cite-note-189189. â Klaus MĂŒller: Auf Abwegen. Von der Kunst der Ăkonomen, sich selbst zu tĂ€uschen. Köln 2019, S. 241.
cite-note-190190. â Georg Quaas: Dialektik als philosophische Theorie und Methode des âKapitalâ. Frankfurt/Main 1992, S. 56.
cite-note-191191. â Georg Quaas: Die ökonomische Theorie von Karl Marx. Marburg 2016, S. 319.
cite-note-192192. â Gustav Cassel: Theoretische Sozialökonomie, 3. Aufl. Erlangen/Leipzig 1923, S. 343.
cite-note-193193. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 76.
cite-note-194194. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: Marx-Engels-Werke (MEW). Band 23. Berlin 1972, S. 118.
cite-note-195195. â Karl Neelsen, Klaus MĂŒller-BĂŒlow: Ware und Geld. Berlin 1973, S. 41.
cite-note-196196. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 103â104.
cite-note-197197. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 105.
cite-note-20-198198. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 107.
cite-note-19-199199. â Jan Hoff: Marx global. Zur Entwicklung des internationalen Marx-Diskurses seit 1965. Akademie Verlag, Berlin 2009, S. 213â214.